Schnelles Internet in Bannewitz gestartet
Der Glasfaserausbau in Bannewitz (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) steht kurz vor dem Abschluss: das neue Ortsnetz wurde jetzt gemeinsam mit dem Bannewitzer Bürgermeister Heiko Wersig feierlich durch SachsenEnergie in Betrieb genommen. Für den regionalen Energieversorger markiert die Fertigstellung dieses vom Freistaat Sachsen geförderten Breitbandprojekts einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer flächendeckenden Versorgung mit Highspeed-Internet in der Region. Rund 80 Prozent der Haushalte und Unternehmen in Bannewitz haben sich für einen Anschluss an das Glasfasernetz entschieden.
240 Kilometer Glasfaserkabel seit 2021 und einige Hürden
Besonders die fehlenden Genehmigungen sowie die komplexe Bauausführung entlang und über die B170 stellten das Projektteam vor große Aufgaben. „Gerade deshalb freuen wir uns sehr, dass wir nun den Großteil der rund 2.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten an das Turbo-Internet anschließen können“, erklärt Jens Schaller, Geschäftsführer der SachsenGigaBit, einer Tochtergesellschaft der SachsenEnergie. „In einigen Ortsteilen laufen noch letzte Arbeiten, bevor auch dort das Licht auf der Leitung ist. Wir danken den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld.“
Bürgermeister erleichtert
„Wir sind froh, dass der Ausbau nun abgeschlossen ist. Das Glasfasernetz ist ein entscheidender Schritt in Richtung digitale Zukunft für unsere Gemeinde. Es steigert die Lebensqualität und macht Bannewitz als Wohn- und Wirtschaftsstandort noch attraktiver“ , so Heiko Wersig.
Warum Glasfaser für Sachsen?
Glasfaser bietet im Vergleich zu anderen Technologien eine deutlich höhere Bandbreite und damit höhere Übertragungsraten und geringere Latenzzeiten. Im Unterschied zur Kupferleitung wird bei der Anbindung mit Glasfaser jeder Haushalt mit einer eigenen Leitung angebunden, so dass die Datenrate konstant bleibt – unabhängig davon, wie viele Geräte gleichzeitig im Einsatz sind oder wie stark das Glasfasernetz beim Nachbarn im Haus beansprucht wird. Auf weniger einem Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haares rasen die Daten mit Lichtgeschwindigkeit durch die Leitung. Die Internetverbindung ist also leistungsfähiger, zuverlässiger und gleichzeitig noch energiesparender, da der Energiebedarf 17-mal kleiner ist als bei einer DSL-Leitung.
Weitere Projekte am Laufen
SachsenEnergie schließt neben dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auch große Teile der Landkreise Meißen, Görlitz, Bautzen sowie der Landeshauptstadt Dresden ans schnelle Internet mit Glasfaser an. Ziel ist es, bis 2028 in Sachsen 200.000 Haushalte mit einem Glasfaseranschluss zu versorgen.