Schmalspurbahn düst mit Volldampf in die Zukunft

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Der Betrieb der Schmalspurbahnen bei uns in der Region ist bis 2037 gesichert. Einen entsprechenden Verkehrsvertrag hat die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft am Montag mit dem Verkehrsverbund Oberelbe und dem Verkehrsverbund Mittelsachsen unterzeichnet. Der Freistaat steuert jährlich sieben Millionen Euro bei.

Damit haben die Lößnitzgrundbahn, die Weißeritztalbahn und die Fichtelbergbahn Planungssicherheit. Der ursprüngliche Vertrag wäre 2023 ausgelaufen.

Jährlich legen die Bahnen rund 160.000 Kilometer auf schmaler Spur zurück. Im vergangenen Jahr fuhren 455.000 Fahrgäste mit - zum Vergleich: Vor Corona, im Jahr 2019, waren es noch 650.000 Fahrgäste.

Roland Richter, Geschäftsführer der SDG hob angesichts der Vertragsunterzeichnung in der im Bau befindlichen neuen Werkstatt der Lößnitzgrundbahn hervor, dass mit dem neuen Vertrag eine wichtige Grundlage für weitere Investitionen gelegt wurde. „Neben der regelmäßigen Wartung der historischen Infrastruktur ist die zeitgemäße Wartung der Fahrzeuge wichtig“, so Richter. „Die bereits errichteten Werkstätten in Oberwiesenthal und Freital werden hier in Radebeul nun durch eine dritte Instandhaltungsstätte ergänzt.“

Die SDG betreibt mit historischen Fahrzeugen täglich Verkehr unter Dampf auf der Fichtelbergbahn (Cranzahl – Oberwiesenthal), der Weißeritztalbahn (Freital-Hainsberg – Kurort Kipsdorf) sowie auf der Lößnitzgrundbahn (Radebeul Ost – Radeburg). Das Unternehmen beschäftigt 121 Mitarbeiter. Neben dem täglichen Planverkehr bietet die SDG gemeinsam mit zahlreichen Akteuren pro Jahr rund 200 Veranstaltungen auf den Bahnen an. 

Neue Werkstatt für Radebeul

Das Geld kann wird gut benötigt. In Radebeul-Ost entsteht noch in diesem Jahr eine neue Werkstatt, vorrangig für die Lößnitzgrundbahn. Dort soll der historische "Lößnitzdackel" wieder auf Vordermann gebracht. Kosten für den Bau: 2,3 Millionen Euro. Die alte Werkstatt erfülle die Anforderungen des Arbeitsschutzes nicht mehr, so Mirko Froß, Eisenbahnbetriebsleiter von der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft. "Wir haben dort auch ein Problem mit den Toren. Wir können diese nicht mehr erneuern, weshalb die neue Werkstatt gebraucht wird."

Bei der Weißeritztalbahn in Freital wurde 2019 eine Werkstatt in Betrieb genommen. In Oberwiesenthal bei der Fichtelbergbahn steht seit 2004 eine Lokomotivwerkstatt.