Schlag gegen internationalen Autodiebstahl
Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Soko-Kfz des Landeskriminalamtes ermitteln aktuell gegen zehn polnische Beschuldigte wegen des Verdachts auf schweren Bandendiebstahl. Ihnen werden insgesamt 40 Fälle von Autodiebstahl unter anderem in Dresden, Bautzen, Hoyerswerda und Niesky zwischen August 2018 und Juni 2019 vorgeworfen. Die gestohlenen Wagen sollen sie anschließend nach Polen gebracht und dort verkauft haben.
Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens hat die Staatsanwaltschaft Dresden neun Durchsuchungsbeschlüsse für zehn Werkstätten, Lager und Wohnhäuser in der Republik Polen im Raum Kolo erwirkt. In Zusammenarbeit mit den polnischen Kollegen konnten die Beamten am 13. Oktober 2020 dort unter anderem ein entwendetes Fahrzeug, viele Fahrzeugteile, Mobiltelefone, Datenträger sowie Computertechnik sicher stellen. In einem durchsuchten Gebäude wurden außerdem ein hoher Bargeldbetrag gefunden.
Darüber hinaus wurden auch zwei polnische Tatverdächtige (38 und 40 Jahre) festgenommen. Ein weiterer polnischer Verdächtiger (41) und mutmaßlicher Kopf der Bande, wurde bereits am 6. Oktober 2020 bei Lübeck beim Versuch ein Auto zu stehlen festgenommen.
Die Ermittlungen dauern an.
