Schandfleck am Bahnhof in Freiberg soll verschwinden
In Freiberg soll vor dem Bahnhof ein Schandfleck verschwinden und ein neues Aushängeschild entstehen. Die Bergstadt will das stark sanierungsbedürftige Haus direkt gegenüber des Bahnhofs kaufen und in Schuss bringen. Vorher soll ein Gutachter klären, welche Kosten auf die Stadt Freiberg zukommen. Darauf einigten sich die Freiberger Stadträte. Seit Jahren klagen Freiberger und ankommende Gäste über das traurige Bild, das sich ankommenden Reisenden bietet, teilte Bürgermeister Krüger mit. Das denkmalgeschützte Gebäude könnte für etwa eine Million Euro den Besitzer wechseln.
Die Mitteilung der Stadtverwaltung Freiberg nachlesen:
Für 1.060.000 Euro könnte das denkmalgeschützte Gebäude aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert den Besitzer wechseln. Inbegriffen wären hier neben dem Bahnhofsgebäude und Parkplatz mit rund 6.800 Quadratmetern zudem die Freifläche zwischen den Bahnhof und dem Hotel Alekto mit etwa 3.300 Quadratmetern. Der Restwert des Bahnhofgebäudes schlägt hier mit 250.000 Euro zu Buche. Doch genau er ist nach einer Vor-Ort-Begehung nun der Knackpunkt. „Der bauliche Zustand hat sich gegenüber der letzten Besichtigung augenscheinlich sehr verschlechtert und sogar Standsicherheitsprobleme sind nicht auszuschließen“, informierte OB Krüger die Stadträte. „Diese Bauschäden und der gesamte vorgefundene Bauzustand müssen nun sachverständig bewertet werden.“ Dann wird der Stadtrat über den Kauf entscheiden.
Wenn der Bahnhof in städtische Hand kommt, dann soll er instand gesetzt und belebt werden und das Standortmarketing Silberstadt nicht mehr konterkarieren. Ideen, wie Gebäude und Flächen künftig genutzt werden könnten, gibt es zahlreich – sie reichen vom alternativen Verwaltungsstandort und Gründercampus für die Obergeschosse bis zu Busparkplätzen, Park&Ride-Parkplätzen und weiterer Bebauung fürs Gelände. Dass in das Gebäude wieder Toiletten für die Bahnreisenden müssen ist ebenso klar, wie ein Imbiss oder andere Verkaufsstellen. „Wir streben eine nachhaltige Nutzung an, und dafür gibt es viele gute Ideen. Doch bevor sie spruchreif werden, müssen wir Gebäude und Grundstück erstmal erwerben. Dann soll auch die Eingangshalle als Herzstück des Bahnhofs dem Image einer Universitäts- und Silberstadt entsprechen!“