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Schaf im Schönfelder Hochland neben Grundschule gerissen

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In Schönfeld-Weißig sind Anwohner in Sorge: Ein Schaf ist in der Nähe der Grundschule am vergangenen Wochenende gerissen worden. Die Innereien des Tieres sind im Sandkasten des Schulhortes entdeckt worden. Vermutet wird von Anliegern, dass Wölfe das Schaf gerissen haben. Eine offizielle Bestätigung durch die Fachstelle Wolf des Umweltministeriums steht allerdings noch aus, dort war der Fall auf unsere Anfrage noch nicht bekannt.

Anwohner verärgert - Behörden untätig

Nun sind Anwohner verunsichert und verärgert, da von Behördenseite bisher nichts passiert ist, schließlich werden in unmittelbarer Nähe Ferienkinder im Hort betreut. Die Anwohner kritisierten, dass sich zunächst keine behördliche Stelle zuständig gefühlt hat. Auch am Montag lag der Kadaver noch auf einer Wiese an der Borsbergstraße. Am Dienstag will sich Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen der Sache persönlich annehmen, berichtete die SZ.

Update: Stadtverwaltung reagiert Dienstagnachmittag

Am Dienstagnachmittag hat sich dann die Dresdner Stadtverwaltung der Sache angenommen. Auf unsere Anfrage teilte das Umweltamt mit: „Am Wochenende wurde in der Nacht zum Sonntag ein Schaf in Schönfeld offenbar von einem anderen Tier getötet. Der Besitzer des Schafes entdeckte den Kadaver am Sonntag. Bedauerlicherweise kam ein Kontakt zur Landeshauptstadt Dresden erst am Montag zustande. Zu diesem Zeitpunkt konnte der Besitzer jedoch leider nur noch zur Beseitigung des Kadavers beraten werden, da seit dem Riss zu viel Zeit verstrichen war, um durch eine Untersuchung noch verwertbare Ergebnisse zu erhalten (DNA nur innerhalb von 24 Stunden nachweisbar, Regenwetter, Verwesung). Zum anderen stand bereits fest, dass dem Schafhalter keine eventuellen Entschädigungen zustehen, da er offenbar keine hinreichenden Maßnahmen zum Schutz seiner Schafe getroffen hat. Zum 1. August übernimmt die Fachstelle Wolf beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) die Überprüfung von Nutztierrissen. Bis dahin wenden sich mögliche Betroffene zu Dienstzeiten an den Wolfsbeauftragen der Landeshauptstadt Dresden. Auch an Wochenenden oder Feiertagen gibt es einen Bereitschaftsdienst. Der Kontakt kann über die Notrufnummernder Rettungs- o. Polizeileitstellen hergestellt werden. Der letzte Wolfsriss in Dresden war am März 2019 in Weixdorf. Seit der Wiederansiedlung von Wölfen in Sachsen hat es keine Übergriffe auf Menschen gegeben. Wölfe haben eine natürliche Scheu vor Menschen.“