- Hier ein Bild aus dem Jahr 2025
Sanierung des alten Chemiehandels macht mehr Arbeit als gedacht
Die Sanierung des ehemaligen Chemiehandels an der Rosenstraße kommt voran, die Abrissarbeiten gestalten sich aber aufwändiger als geplant.
Im Untergrund fanden die Fachleute deutlich mehr und größere Fundamentreste als zunächst angenommen. Vermutlich stammen diese teilweise noch aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Hinzu kommt, dass die Arbeiten direkt neben weiterhin genutzten Gewerbegebäuden stattfinden. Deshalb muss besonders vorsichtig gearbeitet werden.
Arbeiten dauern noch bis 2027
Die Stadt lässt auf dem Gelände alte Lager- und Bürogebäude abreißen, später soll dort ein Gewerbegebiet entstehen. Auf rund 40 Prozent der Fläche wurde bereits belasteter Boden ausgetauscht.
Im Spätsommer 2026 wird mit einer neuartigen Technologie das belastete Grundwasser saniert. Dazu werden spezielle Mikroorganismen mithilfe einer technischen Anlage in den Untergrund eingebracht und in Tiefen zwischen acht und fünfzehn Metern verteilt. Dort bauen sie die leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffe ab, mit denen der Boden verunreinigt ist. Im Vergleich zu einem großflächigen Bodenaustausch spart das Verfahren erhebliche Kosten und vermeidet große Mengen an Aushub und Transporten.
Für die Arbeiten erhält Dresden Unterstützung vom Freistaat Sachsen und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Abbruchkosten werden zu 77 Prozent gefördert. Insgesamt stehen 4,8 Millionen Euro an EFRE-Mitteln zur Verfügung.
