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Sahara-Hitze: Stadt verbietet Wasserentnahme an Bächen

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Sahara-Hitze und fehlender Regen machen den Dresdner Gewäs­sern schwer zu schaffen. Nicht nur die Elbe trocknet mehr und mehr aus, auch in den kleinen Flüssen ist Ebbe. Während das an der Mündung der Prießnitz laut Chris­tian Korndörfer vom Dresdner Umweltamt nicht ganz so drama­tisch ist, ist die Lage an den Oberläufen des Leubnitz­ba­ches und des Weidigt­ba­ches in Gorbitz besorg­nis­er­re­gend. „Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass die Wasser­läufe nicht austrocknen, auch nicht kurzzei­tig“, erklärt Heide Spenst von der unteren Wasser­be­hörde der Landes­haupt­stadt. „Denn wenn Fließ­ge­wässer nicht ausrei­chend Wasser führen, wird die Selbst­rei­ni­gungs­kraft des Gewäs­sers gemin­dert, vermehrter Algen­wuchs und Schäden in der Fisch­fauna sind die Folge. Eine vollstän­dige Austrock­nung würde noch fatalere Folgen für Flora und Fauna nach sich ziehen“, erläu­tert sie weiter.Stadt verbietet Wasser­ent­nahme an BächenEigen­tümer und Nutzer von Grund­stü­cken am Wasser sowie Klein­gärtner sollen ab sofort folgende Grund­sätze dringend beachten, teilte die Stadt mit: Die Wasser­ent­nahme mittels Pumpe oder durch Stauvor­rich­tungen zur Bewäs­se­rung ist in der gegen­wär­tigen Situa­tion nicht gestattet. In der jetzigen Situa­tion führen die Wasser­ent­nahmen zur Beein­träch­ti­gung der Gewässer und Ufer sowie der dortigen Tier- und Pflan­zen­welt und sind daher nach dem Sächsi­schen Wasser­ge­setz unzulässig, hieß es.Wenn bei Gewäss­er­kon­trollen Verstöße gegen die Wasser­ge­setze festge­stellt werden, können laut Umweltamt diese eine Geldbuße von 50 bis 50.000 Euro nach sich ziehen.