Sächsischer Wald weiter Dauerpatient
Der sächsische Wald bleibt ein Dauerpatient. Die Landesregierung hat heute den Waldzustandsbericht 2023 veröffentlicht und der ist weiterhin besorgniserregend. Trockenheit, Hitze und Borkenkäfer hinterlassen tiefe Wunden. Der Anteil der deutlich geschädigten Bäume lag wie auch 2022 bei 35 Prozent. Der mittlere Nadel- und Blattverlust erreichte in diesem Jahr den Angaben zufolge 26 Prozent. Er lag damit um einen Prozentpunkt unter dem langjährigen Höchststand von 2022. Vor allem die Eichen machen den Forstleuten Sorgen, hier ist jede dritte krank.
Lösungen für einen gesünderen Wald sieht Forstminister Wolfram Günther im Waldumbau – also das Pflanzen von klimaresistenteren und verschiedenen Baumarten. „Wir arbeiten intensiv am Wald der Zukunft. Wir schaffen und fördern klimastabile, arten- und strukturreiche Mischwälder und denken Naturschutz, Bodenschutz, Wasserschutz und Waldnutzung zusammen. Nur so werden unsere Forstleute das Ökosystem Wald ausreichend gegen die Klimakrise wappnen können“, sagte der Forstminister Wolfram Günther.
Nach den Worten von Landesforstpräsident Utz Hempfling ist es den Forstleuten in Sachsen durch ihr engagiertes Vorgehen gelungen, auch in diesem Jahr die Waldschäden weiter einzugrenzen. Dennoch bewegten sich die Schäden weiter auf historisch hohem Niveau. In einigen Regionen des Freistaates seien sie in diesem Jahr sogar gestiegen.
Hempfling zufolge müssen auch in den kommenden Jahren alle Möglichkeiten genutzt werden, um die Ausbreitung der Borkenkäfer einzugrenzen. „Wenn es uns nicht gelingt, frischen Befall frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu sanieren, können die Schäden auch in bislang weniger stark betroffenen Regionen ein Niveau erreichen, das nicht mehr kontrolliert werden kann.“
