Sächsischer Dampfschifffahrt hofft auf besseres Jahr 2016
Die Sächsische Dampfschifffahrt hat nach einem schwierigen Jahr Verluste eingefahren. Die Zahl der verkauften Fahrscheine ging um 30 Prozent auf rund 402 000 Tickets zurück, wie das Traditionsunternehmen am Dienstagmittag mitteilte. Zahlen zu Umsatz und Gewinn machte die Dampfschiffahrt nicht. Es werde aber ein deutliches Minus geben, so Geschäftsführerin Karin Hildebrand. Wegen des extremen Niedrigwassers im vorigen Sommer musste an insgesamt 15 Tagen der Fahrbetrieb auf der Elbe eingestellt werden, über drei Monate hinweg konnten die historischen Schaufelraddampfer und Motorschiffe nur eingeschränkt fahren. Das Vorjahr habe sich aus Wettersicht "sehr kritisch bis bedrohlich" gezeigt, hieß es. Das Unternehmen, das sich mit der ältesten und größten Raddampferflotte der Welt rühmt, prüft daher die Anschaffung eines neues Schiffes, das weniger Tiefgang hat und auch bei Niedrigwasser fahren kann. Zugleich sollen zwei kleinere Motorschiffe verkauft werden. Das Minus wurde nach Firmenangaben zumindest etwas aufgefangen durch das Tochterunternehmen Elbezeit, das für das Catering an Bord verantwortlich zeichnet. Es seien mehr Aufträge an Land wie etwa die Übernahme der Gastronomie am Flughafen oder im Dresdner Zoo hinzugekommen. Dadurch habe man das schlechte Jahr 2015 zwar nicht ganz kompensieren können. "Aber wir schauen positiv in die Zukunft", so Hildebrand. Am 24. März beginnt bei der Sächsischen Dampfschiffahrt die Saison mit Fahrten bis nach Meißen und in die Sächsische Schweiz. Der Sommerfahrplan gilt dann ab dem 2. Mai. In der Hauptsaison soll es wegen der großen Nachfrage 28 Stadtfahrten pro Woche geben - der Preis steigt von 16 auf 17,50 Euro pro Fahrt. Ansonsten bleiben die Preise den Angaben zufolge so wie im Vorjahr.