Sächsische Datenschützer kommen mit der Bearbeitung von Anträgen nicht mehr hinterher

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Mit der neuen Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO), gehen so viele Anfragen bei den Datenschützern in Sachsen ein, dass sie mit der Bearbeitung kaum noch hinterherkommen, sagte uns Andreas Schneider vom sächsischen Datenschutz auf Nachfrage. Demnach seien die Anfragen im vergangenem Jahr um ein 6-faches gestiegen, merklich aber seit in Kraft treten am 25. Mai dieses Jahres.


Um den Anforderungen gerecht zu werden, wurden beim Finanzministerium 15 zusätzliche Stellen beantragt. Nur ein Bruchteil wurde genehmigt. Derzeit gibt es 22 Vollzeitstellen und vier Referate für Sachsen. In anderen Bundesländern seien es mehr, hieß es weiter.
Für die funktionierende europäische Zusammenarbeit werden die Mitarbeiter unter anderem in Englisch geschult. Dadurch kommt es wiederum zu Ausfallzeiten und Verzögerung der Bearbeitung von Anträgen.

Einen Großteil der Arbeit nehme die Verwaltungsarbeit ein, sagte uns Lars Konzelmann, ebenfalls vom sächsischen Datenschutz. Alle Firmen, Vereine und Institutionen in Sachsen mussten demnach einen Datenschutzbeauftragen ernennen. Die Koordination und Organisation dieser Informationen kostet viel Zeit.

Wir haben am 15. Mai über die neue Datenschutzverordnung und ihre Auswirkungen berichtet.

Offene Fragen zur DS-GVO beantwortet zum Teil die Internetseite des Sächsischen Datenschutzbeauftragten: https://www.saechsdsb.de/
Hier können auch Beschwerden und Verstöße gegen die DS-GVO eingereicht werden.

Privatpersonen können sich mit ihren Fragen zur DS-GVO auch die Verbraucherzentrale wenden. Erste Fragen beantwortet die Internetseite der Verbraucherzentrale Sachsen unter:

https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/wissen/digitale-welt/datenschutz/ihre-daten-ih