Sächsische Dampfschifffahrt offenbar gerettet
Die sächsische Dampfschifffahrt ist offenbar gerettet. Wie die BILD am Dienstag berichtet, will der Schweizer Unternehmer Robert Straubhaar das insolvente Traditionsunternehmen übernehmen. Straubhaar ist Chef der River Advice AG mit Sitz in Basel. Das Unternehmen ist spezialisiert auf das Management von Passagierschiffen und dazugehörige Dienstleistungen.
Angeblich gibt es bereits am Dienstag einen Termin bei einem Dresdner Notar, um die Verträge zu unterzeichnen. Über Kaufsumme und weitere Einzelheiten zwischen den Beteiligten - darunter auch der Freistaat - gibt es noch keine Details. Wie es in dem Bericht weiter heißt, sollen am frühen Abend die Mitarbeiter der Weißen Flotte bei einer Betriebsversammlung informiert werden.
Die Sächsische Dampfschifffahrt hat im Juni 2020 Insolvenz anmelden müssen. Niedrigwasser und damit verbundene Umsatzrückgänge hatten das Unternehmen zuletzt in die roten Zahlen rutschen lassen. 2018 ging der Umsatz um mehr als zwei Millionen Euro zurück.
Die Sächsische Dampfschifffahrt fährt mit neun zwischen 1879 und 1929 gebauten Raddampfern sowie zwei modernen Fahrgastschiffen und gilt als älteste und größte Raddampferflotte der Welt.