Sächsische Dampfschiffahrt schreibt wieder schwarze Zahlen
Die Sächsische Dampfschiffahrt steuert nach einem verlustreichen Jahr 2015 infolge des extremen Niedrigwassers wieder ruhigeres Fahrwasser an. Geschäftsführerin Karin Hildebrand sprach am Dienstagmittag von einer erfolgreichen Saison 2016. "Wir konnten die Verluste mehr als ausgleichen." Das Minus lag 2015 bei rund 1,1 Million Euro. 2016 haben man beim Ertrag über 1,1 Millionen Euro gelegen. Genaue Zahlen zu Umsatz und Gewinn für das Jahr nannte das Unternehmen nicht. Der Jahresabschluss werde erst im Juni den Gesellschaftern vorgelegt. Während 2015 rund 420.000 Tickets verkauft wurden, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf rund 499 000. Dazu zählen auch Jahres- und Familienkarten. Zwar machten den historischen Schaufelraddampfern und Motorschiffen in den Monaten August und September niedrige Pegelstände der Elbe zu schaffen - die Schiffe waren deshalb eingeschränkt unterwegs -, "aber wir mussten keinen Tag einstellen", so Hildebrand. Umfangreiche ReparaturenIm Winter sind einige Dampfer und Salonschiffe auf der Laubegaster Werft auf Vordermann gebracht worden. Neben Sicherheitsüberprüfungen standen Malerarbeiten an, Bodenerneuerungen, aber auch größere Reparaturen. An der "Gräfin Cosel" wurde der Generator generalüberholt, am Salonschiff "August der Starke" standen umfassende Austausch- und Reparaturarbeiten an. Auch an den Dampfern Meissen, Dresden, Pillnitz, Stadt Wehlen, Diesbar, Leipzig, Pirna, Kurort Rathen und Krippen wurde gearbeitet. Nebensaison startet am FreitagAm 7. April startet die Sächsische Dampfschiffahrt in die Frühjahrssaison mit Fahrten bis nach Pillnitz und entlang der Sächsischen Weinstraße. Mit der traditionellen Dampferparade am 1. Mai wird die Sommersaison eingeläutet. Neu in diesem Jahr sind zwei Werft-Fahrten nach Laubegast, die Fahrgäste können dann dort auch die Werft erkunden. Die Fahrten sind bereits ausgebucht, man überlege das Angebot künftig aber auszubauen, teilte Marketingleiter Robert Rausch mit. Zudem wolle man die Beschilderung der Anleger im Oberland und in Meißen verbessern, sagte Rausch. Ausgebaut werden soll auch das Angebot an Kombi-Tickets. So ist künftig nach der Dampferfahrt nach Meißen ein Besuch der Porzellanmanufaktur möglich. Auch historische Stadtführungen oder Besuche in Frauenkirche und Residenzschloss werden mit Dampferfahrten kombiniert angeboten.Ticketpreise für Erwachsene steigenFahrgäste müssen sich zu Beginn der neuen Saison auf höhere Ticketpreise bei den Linienfahrten einstellen - diese steigen im Schnitt um etwa sieben Prozent. In Tarifzone 1 steigt der Tarif beispielsweise von 10 auf 11 Euro, die Rückfahrt bleibt bei fünf Euro. Begründet wird die Erhöhung u.a. mit dem Mindestlohn. Die Preise für Schüler, Studenten und Kinder bleiben gleich.