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So geht es Sachsens Wäldern

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Sachsens Wälder sind auch dieses Jahr in einem schlechten Zustand. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle Waldzustandsbericht 2024. Grund dafür ist der Klimawandel. Trotz häufiger Niederschläge fehlte dem Wald aufgrund der steigenden Temperaturen Wasser. Der Zustand des Waldes sei ähnlich schlecht wie bereits im vergangenen Jahr. Untersucht wurden Baumkronen von 6500 Bäumen aus Sachsens Wäldern. Das Ergebnis: Die Belaubung der Baumkronen sei zu licht. Sachsens Forstminister Wolfram Günther ist schockiert: „Über ein Drittel der Bäume ist erheblich geschädigt, nur ein Fünftel unserer grünen Riesen weisen keine Schäden auf.“ Am stärksten betroffen sei die Eiche, etwa 80 Prozent der Bäume wurden, durch Folgen von Spätfrost und Pilzbefall, als stark beschädigt eingestuft.

Um den Zustand des Waldes zu verbessern, muss die grüne Lunge zukünftig dem Klimawandel angepasst werden. Landesforstpräsident Utz Hempfling spricht von Waldumbau: „In den kommenden Jahren müssen mehr Mischwälder entstehen. Diese seien dem Klimawandel gegenüber besser gewachsen. Aktuell sind die Wälder in Sachsen nämlich durch einen großen Nadelbaumbestand geprägt. Außerdem soll zukünftig ein guter Mix aus jungen und alten Bäumen in den heimischen Wäldern gedeihen.“

Audio:

Sachsens Forstminister Wolfram Günther über den Zustand des Waldes und daraus resultierende Maßnahmen
Landesforstpräsident Utz Hempfling über die Waldzustands-Messung