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Sachsens Volkshochschulen setzen Integration aufs Programm

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Deutsch­kurse für Einwan­derer sind an sächsi­schen Volks­hoch­schulen (VHS) im kommenden Semester stark gefragt. „Wir sind der größte Integra­ti­ons­kurs­träger der Stadt“, sagte Jürgen Küfner, Direktor der VHS in Dresden. Rund 175 Deutsch­kurse für Migranten werden dort im kommenden Halbjahr angeboten. In Leipzig und Dresden ist die Nachfrage nach Deutsch­kursen den Angaben zufolge gleich­blei­bend auf hohem Niveau, in Zwickau haben sich zum Herbst­se­mester mehr Migranten angemeldet.Noch gebe es ausrei­chend Deutsch-Dozenten, sagte Ilona Hänsel von der VHS Leipzig. Das bestä­tigten weitere sächsi­sche Volks­hoch­schulen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In Leipzig werden zum Herbst­se­mester einzelne Veran­stal­tungen auf Arabisch und Deutsch angeboten. Erstmals bietet die VHS Leipzig zudem Sprach­kurse an, in denen nur in der unter­rich­teten Fremd­sprache kommu­ni­ziert wird. Das soll den Zugang für Kursteil­nehmer mit unter­schied­li­chen Mutter­spra­chen leichter machen.An mehreren sächsi­schen Volks­hoch­schulen gibt es inzwi­schen auch Fortbil­dungen für Menschen, die sich ehren­amt­lich für Flücht­linge engagieren.„Als größter Anbieter für politi­sche Bildung haben wir das Herbst-Programm unter das Semes­ter­thema "Umdenken"“ gestellt, erklärte Küfner von der VHS Dresden. In dem Zusam­men­hang spreche beispiels­weise der ehema­lige sächsi­sche Minis­ter­prä­si­dent Kurt Bieden­kopf über Demokratie. Auch ein Kurs zum Kennen­lernen der arabi­schen Kultur sei geplant.Aber auch typische VHS-Kurse sind im Herbst­se­mester gefragt: An der VHS Zwickau seien Computer-Kurse für Senioren, Nähkurse, Yoga, Sprachen und ein Kurs für Frauen mit fehlender Autofahr­praxis beliebt, so Leiter Patrick Schulze. Etwa 1600 Kursteil­nehmer hätten sich in Zwickau für das Herbst­se­mester bereits angemeldet, in Leipzig waren es knapp 10 000. An der VHS Dresden bilden sich im Jahr beinahe 40 000 Schüler. Die Volks­hoch­schulen finan­zieren sich aus Kursent­gelten und werden von Land und Kommune geför­dert. (DPA)