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Sachsens Bauern kämpfen gegen Dünge-Verordnung

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Der Sächsische Landesbauernverband und die die Landwirte-Vereinigung „Land schafft Verbindung“ denken darüber nach, gegen die neue sächsische Dünge-Verordnung juristisch vorzugehen. Mit der neuen Verordnung soll der Eintrag von Nitrat verringert werden. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Wolfram Günther argumentiert, so könne das Grundwasser besser geschützt werden. Außerdem könne man so Strafzahlungen an die EU vermeiden.

Die Landwirte argumentieren, dass die Messbrunnen falsch verteilt seien. Sie seien nicht repräsentativ. Man müsse zum Beispiel auch in der Nähe von Mülldeponien die Nitratwerte prüfen. Wenn nicht ausreichend gedüngt werde, könne sich auch die Qualität des Getreides verschlechtern. Dann müssten Sachsens Mühlen aus Übersee Korn importieren. In Sachsen gelten die schärferen Dünge-Auflagen für 130.600 Hektar Ackerland. Das sind etwa 14,5 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche.