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Sachsens Autobahnmeistereien sind für den kommenden Winter gerüstet

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Rund 26.600 Tonnen Salz stecken in den Lagern der Autobahnmeistereien. Damit seien sie gut auf die kommende Saison vorbereitet. Verkehrsminister Martin Dulig hat am Donnerstagmorgen die Flotte inspiziert und abgenommen.

 „Wie sind technisch auf einem tollen Stand.“ – Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig

Die vergangenen Jahre waren recht mild. Im Winter 2017/18 wurden knapp 17.000 Tonnen Salz benötigt. Für dieses Jahr rechnet das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit einem knackigen Winter. Offiziell startet der Winterdienst am 1. November. Aber auch schon vorher könne sofort eingegriffen werden, heißt es vom Amt für Straßenbau und Verkehr.

Sachsen ist ein wichtiges Transitland. Die Autobahnen hier führen nach Berlin, Bayern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, aber auch in Europäische Länder wie Polen oder Tschechien. Gerade die A17 mit ihren Tunneln sei eine besondere Herausforderung, heißt es weiter. Gerade weil die Witterungsverhältnisse auf der anderen Seite des Tunnels schon anders sein können und sich die Autofahrer nicht darauf einstellen können. Die Straßenmeisterei arbeitet daher auch eng mit den tschechischen Kollegen zusammen. Da wird dann auch mal ausgeholfen, damit der Verkehr rollt. Auch Rund um das Erzgebirge herrschen oft schon viel früher als im Rest Sachsens widrige Wetterverhältnisse. "Allein schon aufgrund der Höhe stehen wir in den Mittelgebirgslagen vor größeren Herausforderungen. Da ist es schneller glatt, da fallen mehr Niederschläge und da fallen die Temperaturen auch schneller." - Präsidentin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Doris Drescher Um schnellstmöglich reagieren zu können, versorgen 22 Messtationen auf den rund 550 Kilometern Bundesautobahn in Sachsen, die Autobahnmeistereien mit wichtigen Informationen. Sensoren im Boden messen dabei Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wasserfilmhöhe und den Restsalzgehalt auf dem jeweiligen Autobahnabschnitt.
Die Daten landen in einer Zentrale und die steht im Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst. So kann schon zwei bis drei Stunden vorher entschieden werden, wie sich Wetter- und Straßenverhältnisse entwickeln. Einsätze lassen sich so besser planen. Rund 220 Mitarbeiter und 64 Fahrzeuge sorgen diesen Winter für die Sicherheit auf Sachsens Autobahnen. Auch in neue Fahrzeuge und Winterdiensttechnik wurde investiert. Unter anderem wurden neue LKW, Streumaschinen und Schneepflüge angeschafft.  Diese hat der Bund mit rund 2,2 Millionen Euro finanziert.