Sachsens Wirtschaft fordert Energiepreisdeckel

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Im Vorfeld der Ministerpräsidentenkonferenz zur Energiekrise fordern die Kammern und Verbände der sächsischen Wirtschaft eine echte Weichenstellung. Die derzeitige Entwicklung münde sonst in einem Energieinfarkt. Die Gasumlage sei ganz klar der falsche Weg, es brauche stattdessen einen Energiepreisdeckel.

Mit Blick auf das Energieangebot und die stark steigenden Preise sprechen sich die Handwerkskammern sowie die Industrie- und Handelskammern im Freistaat, der Sächsische Groß- und Außenhandelsverband, der Handelsverband Sachsen sowie der Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Sachsen) für eine Einbeziehung aller Energieträger in die Energieerzeugung aus. Das Motto "All-in -alles ans Netz" müsse umgesetzt werden, um die Preise zu begrenzen.

Ebenso fordern die Kammern und Verbände die Bundespolitik dazu auf, unverzüglich einen Energiepreisdeckel zu fixieren, der dauerhaft Planungssicherheit für Unternehmen und Haushalte bietet. Die derzeitige Situation erfordere ein schnelleres Handeln der Politik, als es in den letzten Monaten der Fall war, um die Gefährdung von Unternehmen, Arbeitsplätzen und des sozialen Friedens zu vermeiden.

Alle weiteren Maßnahmen wie Härtefallregelungen und Krisenprogramme sollten dann wirklich nur bei besonderen Härten zum Einsatz kommen, da die eingesetzten Mittel ansonsten in ein Fass ohne Boden fielen, sagte uns Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden. "Die Ministerpräsidentenkonferenz muss jetzt Entscheidungen treffen, die die Zahlungsunfähigkeit des Handwerks verhindert. Sonst ist die Energiewende bereits gescheitert, bevor sie wirklich begonnen hat."