Sachsen stoppt Impfungen mit Astrazeneca

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Sachsen stoppt ab sofort alle Impftermine mit dem Vakzin von Astrazeneca. Damit folge man einer Entscheidung des Bundesregierung, die die Verwendung des Impfstoffs aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts ausgesetzt habe, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Hintergrund sind Berichte über Nebenwirkungen.

«Sicherheit geht vor. Daher haben wir nach der Information durch die Bundesregierung sofort die Ärzteverbände und das Deutsche Rote Kreuz informiert», sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Betroffen sind demnach Impfzentren sowie das Modellprojekt mit Hausärzten, das am Montag starten sollte. Dort darf vorerst kein Impfstoff von Astrazeneca mehr verabreicht werden. «Ich setze auf eine zügige Klärung. Natürlich wirft diese Entwicklung unsere Impfpläne gehörig zurück», bemerkte Köpping.

Das Deutsche Rote Kreuz, das die Impfzentren betreut, hat inzwischen auch reagiert. Demnach finden in den sächsischen Impfzentren vorerst keine Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca statt. Betroffen sind auch die Erstimpfungen mit dem Präparat von Biontech. Die Termine zur Zweitimpfungen mit Biontech bleiben dagegen aber bestehen.