Sachsen setzt bis zum Jahresende auf mobile Impfteams

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Sachsen wird seine Impfzentren wie geplant Ende September schließen. Das hat Sozialministerin Petra Köpping am Dienstag noch einmal bestätigt. Dafür wird der Einsatz der 30 mobilen Impfteams bis zum Jahresende verlängert. Das sieht ein Konzept vor, auf das sich das Kabinett verständigt hat. Gleichzeitig will der Freistaat die Krankenhäuser stärker in die Impfkampagne einbeziehen. 41 von 78 Kliniken sind bereits dabei und sollen ab 1. Oktober verstärkt loslegen, so die Ministerin weiter. Eine Abfrage des Sozialministeriums ergab, dass etwa 6.000 Impfungen pro Woche in den Krankenhäusern vergeben werden können. Auch Haus- und Betriebsärzte in Sachsen impfen weiter mit gegen das Corona-Virus.

"Die Impfteams bieten weiterhin niederschwellige Impfangebote vor Ort an und unterstützen damit die Landkreise und Kreisfreien Städte vor allem auch in Orten und Regionen mit ärztlicher Unterversorgung", so Köpping weiter. "Sollte sich der Bedarf für weitere Impfungen erhöhen, ohne dass dies im Regelsystem abgefangen werden kann, wird eine Anpassung der Anzahl der mobilen Teams erfolgen."

In den Impfzentren soll bis zum letzten Tag die Erstimpfung angeboten werden. Ab Mittwoch soll es eine interaktive Karte geben, die über freie Termine informiert. Das Inventar und Material der Impfzentren wird vorübergehend eingelagert, um im Notfall darauf zurückgreifen zu können.

"Die Impfkampagne ist weit vorangeschritten", so Köpping. "Mehr als die Hälfte der Sachsen sind vollständig geimpft. Doch das genügt noch nicht. Deshalb ist es gut, dass wir künftig mit den niedergelassenen Ärzten, den Krankenhäusern und den mobilen Teams drei Säulen haben, auf denen der Impfprozess verteilt ist. Unser Ziel bleibt die von den Virologen geforderte Herdenimmunität."

Die Sieben-Tage-Inzidenz stagniert in Sachsen bei um die 30. Die sächsischen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) von Montag auf Dienstag 95 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und damit eine Inzidenz von 29,3. Am Vortag hatte die Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche bei 30,3 gelegen. Sachsen bleibt hinter Sachsen-Anhalt (25,3) das Bundesland mit der niedrigsten Inzidenz. Zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden registriert.

Die landesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz wies am Montag der Landkreis Zwickau mit 52,6 auf. Die sachsenweit geringsten Werte wurden für die Landkreise Bautzen mit 13,4 und Görlitz mit 15,5 angegeben.