Sachsen muss mehr alleinreisende minderjährige Flüchtlinge aufnehmen
Sachsen muss mehr Flüchtlinge aufnehmen – darunter auch viele alleinreisende Minderjährige. Hintergrund ist eine gestern beschlossene Gesetzesvorlage der Bundesregierung. Bisher wurden die minderjährigen Flüchtlinge dort betreut, wo sie angekommen waren. Künftig sollen die unter 18-Jährigen auch auf andere Bundesländer und Kommunen verteilt werden.
Nach einer aktuellen Schätzung müssen sich sächsische Behörden ab dem kommenden Jahr um weitere 1.500 solcher Flüchtlinge kümmern. Bisher sind 250 minderjährige Asylbewerber ohne Eltern bei uns im Freistaat untergebracht.
Unterdessen will das sächsische Gesundheitsministerium mit mehr Personal auf die insgesamt steigenden Flüchtlingszahlen reagieren. Für den ersten Gesundheitscheck von Asylbewerbern in den Erstaufnahmeeinrichtungen sollen zusätzliche Ärzte angeheuert werden. Auch die Zahl der Laboranten, die die Proben auswerten, soll erhöht werden.