Sachsen führt Freiwilligendienst Asyl ein
Wegen der stark steigenden Flüchtlingszahlen richtet Sachsen einen Freiwilligendienst Asyl ein. Sozialministerin Klepsch sagte nach der Kabinettssitzung am Dienstag, er werde gehandhabt wie das Freiwillige Soziale Jahr.Die Freiwilligen sollen ihren Dienst sowohl in den Erstaufnahmeeinrichtungen als auch in den Flüchtlingsunterkünften von Städten und Kreisen leisten. Auch Asylbewerber können das Jahr beantragen. 50 Stellen seien vorgesehen – dafür stünden 360.000 Euro für zwei Jahre zur Verfügung, so die Ministerin. Die sächsische Regierung richtet sich außerdem auf die Unterbringung von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge ein. Sie werden künftig auf alle Bundesländer verteilt. Der Freistaat stellt sich ab 2016 auf etwa 1.500 Kinder und Jugendliche ein, die in Landkreisen und kreisfreien Städten untergebracht werden sollen. Das Kabinett beschloss am Dienstag, die Kosten für die zusätzliche Jugendhilfe in Höhe von insgesamt rund 100 Millionen Euro aus dem Haushalt zu finanzieren. 60 Millionen Euro werden in die Schaffung von Unterbringungsplätzen investiert.