Sachsen diskutiert Pro und Contra von Wolfs-Abschüssen
Nachdem in der Oberlausitz vier Wölfe diese Woche über sechzig Schafe und Ziegen gerissen haben, wird wieder über die Raubtiere diskutiert. Die Sachsen-CDU fordert, die Abschussregeln zu lockern; Tierschützer sind dagegen. Sogar der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Schafstation in Förstgen bei Niesky besucht und sich ein Bild von der Lage gemacht. CDU-General Alexander Dierks sagt, in den letzten Monaten seien vielfach Schafe gerissen worden. Der Bund müsse für solche Fälle Möglichkeiten schaffen, Abschüsse schnell zu realisieren. Der Naturschutzbund Sachsen NABU fordert dagegen, dass der Freistaat Schutzmaßnahmen mehr fördert. Schäfer bekommen z.B. die Kosten für Elektrozäune oder Herdenschutzhunde zu achtzig Prozent ersetzt. Nötig seien aber hundert Prozent. Eine Abschussgenehmigung bedeute die Gefahr, den Wolf bei uns wieder auszurotten. Der scheue Wolf stehe unter besonderem Schutz. Und Panikmache sei kaum förderlich für ein friedliches Zusammenleben.