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  • Solche Bilder sind nun Geschichte. Die Parkplätze gibt es nicht mehr. Foto: Red/RR

Rund 100 Parkplätze an der St. Petersburger sind weg

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Die Stadtverwaltung entschärft den für Radfahrer gefährlichen Abschnitt auf der St. Petersburger Straße zwischen Wiener Platz und Georgplatz. Seit heute gibt es in dem Bereich auf beiden Seiten keine Parkplätze für Autofahrer mehr. Dafür haben Radfahrer nun fast doppelt so viel Platz. Auf diesem Abschnitt gab es in der Vergangenheit immer wieder Unfälle durch plötzlich geöffnete Autotüren. Im vergangenen Sommer kam eine Frau bei einem solchen Unfall ums Leben. Sie hatte nicht mehr rechtzeitig ausweichen können.

Die Entscheidung der Stadtverwaltung kann als Reaktion auf eine Petition des ADFC Dresden gesehen werden. Über 5000 Unterzeichner sprachen sich im September und Oktober 2018 für eine sichere Nord-Süd-Route auf der St. Petersburger Straße aus. Die Petition forderte die Entfernung der Parkflächen und die Schaffung einer sicheren und attraktiven Radverkehrsanlage.

Nils Larsen, Mitglied im Vorstand des ADFC Dresden ist begeistert, dass die Stadtverwaltung auf der vielbefahrenen Nord-Süd-Route handelt und zwischen Nürnberger Platz und Carolaplatz die Dooring-Gefahr endgültig beseitigt: „Es ist sehr, sehr erfreulich, dass das Radfahren auf der St. Petersburger Straße sicherer und attraktiver wird. Die Strecke ist enorm wichtig für Menschen, die beispielsweise von der Neustadt zum Hauptbahnhof oder zur Universität fahren wollen.“ Der ADFC geht davon aus, dass nun mehr Radfahrerinnen und Radfahrer auf der St. Petersburger Straße fahren werden und weniger die Prager Straße genutzt wird. So sollen Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern in der Einkaufsstraße entschärft werden. „Es ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Auch die Autofahrer können nun auf neuem Parkplatz sicherer ein- und aussteigen. Die Parkplätze rechts des Radfahrstreifens waren eigentlich für niemanden attraktiv“ sagt Nils Larsen.