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Rund 10 Millionen Zuschauer sehen neuen Dresden-Tatort

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Der neue Dresden-Tatort ist ein Quoten­er­folg. Die Einschalt­quote lag bei 25 Prozent, 9,55 Millionen Menschen sahen den neuen Sachsen-Tatort. Der neue Franken-Tatort im April 2015 brachte es sogar auf 12 Millionen Zuschauer zur Premiere.Der Film zum Mord in der Schla­ger­szene wird in den sozialen Medien hitzig debat­tiert, kriti­siert werden die Klischees über die Schla­ger­szene und Sachsen. "Das Drehbuch kann nur ein Mann geschrieben haben, der von banalen Vorur­teilen gegen­über Volks­musik geprägt ist und sich nie wirklich mit uns beschäf­tigt hat", sagte Musiker Heino (77) der Bild-Zeitung. "Dieser „Tatort“ war überflüssig und verhöhnt nicht nur meine Kollegen, sondern auch unsere vielen Fans."In dem am Sonntag ausge­strahlten ARD-Krimi „Auf einen Schlag“ - der erste Fall für die am Standort Dresden angesie­delten Kommis­sa­rinnen Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und Henni Sieland (Alwara Höfels) sowie Kommis­sa­ri­ats­leiter Schnabel (Martin Brambach) - drehte sich die Welt der Volks­musik um Geschäfte, alternde Stars und den schönen Schein. "Den „Tatort“-Machern ist nichts Besseres einge­fallen, als unsere Branche gehörig durch den Dreck zu ziehen. Schade, dass man uns Volks­mu­siker immer so negativ darstellen muss", sagte das Schunkel-Duo Marianne (63) und Michael (66) der Bild.Randfichten-Manager fand Schlager-Tatort gutDer Manager der "Randfichten", Tilo Ferstel, meinten dagegen bei uns im Inter­view, die Schla­ger­szene sei gut getroffen worden. Es gebe solche Typen, für die die Karriere alles sei. Autor Ralf Husmann („Strom­berg“) hatte sich für den „Tatort“ die Volks­musik ausge­sucht, weil da nach eigenen Worten „noch Rock n' Roll drin ist“. "Meckert ihr mal weiter über den #Tatort Dresden, ich fand die Sprüche stark und wurde trotz mäßiger Story bestens unter­halten!", hielt der Twitterer „Klapp­s­patel“ den Volks­mu­si­kern und anderen Kriti­kern entgegen. "Weltstars motzen über den #Tatort - nächstes Mal dürfen sie mitspielen", meinte Twitterer Frank Behrendt in dem Kurznach­rich­ten­dienst. (mit dpa)