Ruine der Barbarakapelle wird saniert
In der Dippoldiswalder Heide wird die Ruine der historischen Barbarakappelle gesichert und saniert. Die Arbeiten haben jetzt begonnen, laut Sachsenforst belaufen sich die Kosten auf eine hohe fünfstellige Summe.
Die Reste der Kapelle waren in den vergangenen Jahren immer mehr verfallen. Nun werden eingestürzte Mauern wieder aufgebaut und offene Fugen verfüllt. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen sein.
Bereits seit etlichen Jahren verfielen die Mauerreste der Kapelle immer mehr. Die Gefahr herabfallendender Steine führte dazu, dass seit einiger Zeit Bauzäune die Gefahrenstellen absperrten. Sachsenforst als Grundeigentümer hatte bereits im Jahr 2018 eine umfassende Fachplanung für eine Sicherung des Denkmals erstellen lassen.
Die Häufung der extremen Schadereignisse in den Wäldern führte zu einer angespannten Haushaltssituation und die geplanten Investitionen für die Instandhaltung der Ruine wurden vertagt. Anfang dieses Jahres wurde die Fachplanung überarbeitet und dem jetzigen Zustand der Mauern angepasst.
Die Barbarakapelle trägt den Namen der Schutzheiligen der Bergleute und wurde von dem Dippoldiswalder Berg- und Schloßherrn Sigismund von Maltitz errichtet. Das in der Kapellenruine noch vorhandene „Vorhangbogenfenster“ deutet auf die Erbauung dieses Gebäudes um 1500 hin. Wahrscheinlich hat der Kapellengeistliche in einer Klause gewohnt, die über der neben der Kapelle befindlichen Quelle (Antoniusbrunnen) errichtet und vom Kapellenschiff aus zugänglich war. Das gheht aus der Dorfchronik Karsdorf hervor.
Nach dem Tod des Stifters verfiel die Kapelle allmählich und wurde 1539 von den Söhnen des Sigismund von Maltitz - Heinrich und Johann von Maltitz - vollends zerstört, weil der letzte Kaplan Haubitz die Bergleute „im geheimen Tun“ zum evangelischen Gottesdienst berief. 1881 wurde die vollkommen verfallene Ruine teilweise wieder Instand gesetzt.
