• Choreographie der Dynamofans gegen Magdeburg.

    Choreographie der Dynamofans gegen Magdeburg.

  • Lucas Röser rettet mit seinem Tor Dynamo noch einen Punkt gegen Magdeburg. Endstand 1:1.

Röser rettet Dynamo gegen Magdeburg einen Punkt

Zuletzt aktualisiert:
Autor: dpa

Ein Unentschieden, das keinem so richtig weiter hilft: Die SG Dynamo Dresden und der 1. FC Magdeburg haben sich am Samstag im prestigeträchtigen Ost-Derby 1:1 (1:1) getrennt. Dresden rangiert in der 2. Fußball-Bundesliga weiter als Tabellen-14. fünf Zähler vor dem Rivalen aus Sachsen-Anhalt. Der FCM steht noch auf Relegationsplatz 16, könnte aber am Sonntag auf einen Abstiegsplatz rutschen. Björn Rother (43.) hatte die Gäste vor 30.500 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion Dresden in Führung gebracht, der eingewechselte Lucas Röser (86.) traf zum viel umjubelten Ausgleich.

«Es sind gemischte Gefühle. Wir wollten den Abstand auf Magdeburg vergrößern. Aber in unserer Situation nehme ich das Positive mit, dass wir wieder zurückgekommen sind. Weil uns das zuvor oft nicht gelungen ist und heute haben wir nicht aufgesteckt», sagte Dresdens Sören Gonther. Der Magdeburger Dennis Erdmann meinte: «Wir haben das Spiel eigentlich gestaltet, wie wir wollten. Es hätte sich keiner heute beschweren dürfen, wenn wir gewonnen hätten. Der Punkt ist gut und wir haben ein richtiges Ausrufezeichen gesetzt.»

Früher kämpften beide um Titel und Meisterschaften, doch das 70. Aufeinandertreffen der beiden Ost-Rivalen in einem Ligaspiel stand klar im Zeichen des Abstiegskampfes. So war Sicherheit das oberste Gebot beider Teams.

Dynamo-Coach Cristian Fiél nahm im Vergleich zu seinem Premierenspiel gegen Bochum drei Veränderungen vor, setzte wieder auf den genesenen Torjäger Moussa Koné als zweite Spitze neben Haris Duljevic. Zudem rückten Aias Aosman und Sören Gonther in die Startformation. Auch Gäste-Trainer Michael Oenning nahm drei Änderungen vor, brachte Felix Lohkemper, Jan Kirchoff und Björn Rother als Rechtsverteidiger.

Der 22-Jährige erwies sich als Glücksgriff, denn kurz vor dem Pausenpfiff tauchte der Abwehrspieler etwas überraschend für die gesamte Dynamo-Defensive frei vor dem Tor der Hausherren auf und schob eiskalt nach einer schönen Kombination zur FCM-Führung ein.

Die kam etwas überraschend, weil es die erste echte Einschussmöglichkeit der Gäste war. Zwar erzielte Lohkemper (35.) zuvor ein Abseits-Tor, doch Dresden hatte das Spielgeschehen eigentlich im Griff, dominierte mit viel Ballbesitz und kam zu vereinzelten Torchancen. Letztlich blieben aber auch die Mangelware, weil die Fiél-Elf nicht die richtigen Mittel fand, um die gut gestaffelte Magdeburger Defensive bezwingen zu können.

Die Halbzeit-Führung spielte dem FCM in die Karten, die Oenning-Elf stand nun noch tiefer in der eigenen Hälfte und machte es Dresden fast unmöglich, in den Strafraum einzudringen. Den Dresdnern fehlte es an Tempo und nach sechs sieglosen Spielen im Jahr 2019 auch an Sicherheit. Magdeburg hatte wenig Mühe, die Führung zu verteidigen. So sicher der Aufsteiger in der Defensive stand, so geduldig wartete er auf seine Kontergelegenheiten.

Die blieben aber ungenutzt, was sich letztlich rächte. Nach einer Flanke von Baris Atik köpfte der eingewechselte Röser zum Endstand ein.

Audio:

Torschütze Lucas Röser

Abwehrspieler Sören Gonther

Cheftrainer Cristian Fiél nach dem 1:1 gegen Magdeburg