Riesiger Waffenschmuggel in Pirna gestoppt
Erneut hat die Polizei in einem Transporter eine Vielzahl verbotener Waffen sichergestellt. Diesmal wurde ein Transporter der Gemeinsamen Fahndungsgruppe von Bundespolizei und Landespolizei in Pirna gestoppt.Als die Beamten die beiden Insassen zum Ladungsinhalt befragten, konnten diese keine konkreten Angaben machen und gaben an, dass sich lediglich Taschenlampen und Spielzeug in den Kartons auf der Ladenfläche befinden.Die Beamten öffneten daraufhin einige Kartons und fanden eine größere Anzahl an Schlagringen, Schlagstöcken und Elektroimpulsgeräten auf. Aufgrund der Menge der aufgefundenen Waffen wurde das Fahrzeug samt Ladung zur Bundespolizeidirektion Pirna verbracht, um das Fahrzeug und die Ladung komplett zu durchsuchen.Insgesamt stellten die Beamten bei der anschließenden Durchsuchung 25 Kartons mit insgesamt 2890 Elektroimpulsgeräten als Taschenlampe getarnt, einen Karton mit 300 Schlagringen und sechs Kartons mit insgesamt 600 Schlagstöcken sicher.Im Handschuhfach befand sich zudem ein griffbereiter Teleskopschlagstock. Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrers (61) fanden die Beamten ein nicht zugelassenes Reizstoffsprühgerät auf.Gegen die beiden Tatverdächtigen, einen deutschen (21) und einen türkischen Staatsangehörigen (61) wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurden mehrere Wohn- und Lagerräume der beiden Personen in Berlin und Bremen durchsucht was zum Auffinden weiterer Beweismittel führte.Gegen den 61-jährigen Fahrer erließ das Amtsgericht Dresden einen Untersuchungshaftbefehl. Dem Beifahrer (21) wurde nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen die Weiterreise gestattet.Die Waren waren vermutlich für den Berliner Raum bestimmt, sagte ein Polizeisprecher auf unsere Anfrage. Es gebe derzeit einen großen Markt für illegale Waffen.Bereits einige Tage zuvor war ein Transporter mit 250 Waffen, darunter Messer, Macheten, Schlagstöcke und Elektroschocker. Diese Funde zeigen, wie wichtig derzeit Grenzkontrollen sind, teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit.