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Neue S177 im Dresdner Osten: 2027 rollt der Verkehr

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Aus neuesten Planungen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Dresden geht hervor, dass die Ortsumgehung der neuen S 177 - Wünschendorf nach Eschdorf im Dresdner Osten - im Jahre 2027 auf einer Länge von 5,5 Kilometer für den Verkehr freigegeben wird. Für die Fertigstellung stehen insgesamt 70 Millionen Euro zur Verfügung. Gleichzeitig werden die Anwohner von der jahrelangen Belästigung des enormen Auto- und LKW-Verkehrs durch ihre Orte befreit.

„Die Bauarbeiten machen gute Fortschritte. Nächstes Jahr haben wird hier eine Riesenbaustelle“, sagte der Leiter der Niederlassung Meißen Holger Wohsmann bei einem Treffen mit den drei ausführenden Firmen aus Sachsen am Ehrenmal für Kriegsopfer auf dem Doberberg (294 m) westlich von Wünschendorf. Von der Höhe aus ist der Verlauf der Trasse bis hin nach Eschdorf gut zu sehen.

Bagger habe bereits den Mutterboden auf deren Verlauf entfernt. Insgesamt sind es 70.000 Kubikmeter. Er wird ausgebreitet gelagert, damit die Mikroorganismen geschützt sind, so erhalten werden können. Verwendet wird der Mutterboden später für die Angleichung der Böschungen. Verantwortlich für die Erdarbeiten ist die Firma Amandbau Sachsen (gegründet 1934, 350 Mitarbeiter) aus Grumbach bei Wilsdruff.

„Im Einsatz haben wird vier Raupen, vier Bagger rund sechs 30-Tonner LKW. Insgesamt werden durch unsere Firma rund 400.000 Kubikmeter Erdreich bewegt“, sagt Geschäftsführer Dirk Hafermann. 

Die Firma Hentschke Bau Bautzen (700 Beschäftigte, gegründet 1857) baut die vier Brückenbauwerke auf dem Abschnitt. „Die größte Brücke entsteht auf dem Doberberg mit einer lichten Weite von 56,65 Meter“, sagt Projektleiter Fabian Heilig. Ende nächsten Jahres soll der Auftrag beendet sein. Die Baufirma hat Erfahrungen im Brückenbau.So sanierte sie die Dresdner Augustusbrücke denkmalgerecht und war beteiligt an der Wiederherstellung der Carolabrücke.

Den Abschluss des gigantischen Bauumfanges bildet die Firma Bistra Bau Schmölln bei Bischofswerda (200 Mitarbeiter). „Wir bauen den kompletten Oberbau der Straße bis zur Asphaltierung und sind verantwortlich für die Entwässerung“, sagt Geschäftsführer Hartmut Horn.