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Richtfest: Kulturwirtschaft und Zentralkino ziehen ins Kraftwerk Mitte

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Am ehemaligen Sozialgebäude im Kraftwerk-Mitte ist am Freitagvormittag Richtfest gefeiert worden. In das Haus soll das Restaurant „Kulturwirtschaft“ einziehen. Dieses will sein Angebot mit dem Spielplan der Staatsoperette abstimmen.

Zudem wird in dem Gebäude das „Zentralkino“ untergebracht, als Alternative zum „Kino im Dach“, das dafür geschlossen wird. Das Zentralkino hat dann zwei Säle mit 145 Sitzplätzen. Es soll täglich geöffnet haben.

Die DREWAG investiert in das Gebäude rund 2,4 Millionen Euro. Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein.

Hier können Sie die vollständige Info der DREWAG nachlesen:

Kulturwirtschaft und Zentralkino ziehen ins Kraftwerk Mitte – Richtfest im Speicher gefeiert

Dresden, 28.06.2019 – Im Kraftwerk Mitte gab es heute einen Grund zum Feiern. Auf dem ehemaligen Sozialgebäude, dem jetzigen Speicher wurde der Richtkranz aufgezogen. Frank Neuber, Bereichsleiter Liegenschaften bei der DREWAG, beglückwünschte die Bauleute von den Firmen Dirk Großmann GmbH & Co. KG (Zimmermannsarbeiten), Andreas Zimmermann GmbH Unternehmung für Hoch- und Tiefbau (Rohbauarbeiten),  die Planer um Alexander Poetzsch Architekten und seine Mitarbeiter zum erreichten Baustand.
Das Kraftwerk Mitte Dresden, ein imposantes Industriedenkmal aus dem 19. Jahrhundert, wurde verwandelt. Die DREWAG freut sich über diesen einzigartigen Kunst-, Kultur- und Kreativstandort in exzellente Lage, mit beeindruckender Architektur, und innovativen Ideen: Dresdens neue Mitte.
Die DREWAG lässt in dem Gebäude an der Könneritzstraße gerade neue Gastronomieräume und Räumlichkeiten für das Kino im Dach einrichten. Noch ist das Gebäude eine Baustelle. Ende 2019 wird es die „Kulturwirtschaft“ und das „Zentralkino“ beherbergen.

Der zukünftige Restaurantbetreiber René Kuhnt plant 147 Plätze in der Kulturwirtschaft. Der kulinarischer Laufsteg und der Servicebereich offerieren themenbezogene Speisen, Buffets und Menüs mit ausgewählten sächsischen Weinen,  abgestimmt auf das Programm der Staatsoperette Dresden. Dies alles soll es für Individualgäste sowie kleine und große Gruppen ab 20 bis 100 Personen egal ob mittags, abends oder zwischendurch geben. Außerdem wird Rene Kuhnt Gourmet-Menüs auf Vorbestellung anbieten und eine Jazz- und Zigarren-Lounge einrichten, die Clubcharakter haben wird.
Die Gäste erwartet in der Kulturwirtschaft ein Konglomerat aus schlichter Industriekultur und Barock, ein absichtsvolles Nebeneinander von Tradition und Moderne, das Inventar und die Dekoration betreffend.
Goldene barocke Kronleuchter und Deckenlüster von 1830, Tische und Tafeln im Industriedesign, Bestuhlung und kleine im Raum verteilte Stehtische aus Stahl und Holz, platziert auf Teppichen – Patchwork Vintage.

Das Zentralkino wird von Bernhard Reuther als inhabergeführtes Einzelunternehmen angemietet und betrieben. Bernhard Reuther betreibt seit 1999 das Kino im Dach in Dresden. Mit dem Umzug ins Kraftwerk Mitte soll ein zukunftsfähiges Kino entstehen, das durch die zentrale Lage, die hervorragende ÖPNV-Anbindung, Barrierefreiheit und die Erweiterung um einen Saal ein umfangreicheres Programm zulässt und damit mehr Besucher*innen erreicht. Der alte Standort wird mit dem Umzug aufgegeben.

Nach der Sanierung und dem Umbau des Gebäudes wird dazu im ersten Obergeschoss ein Programmkino/Arthouse-Kino mit aktueller technischer Ausstattung entstehen (Zentralkino). Es wird über zwei Säle mit zusammen 145 Sitzplätzen (103+42), drei Stellplätzen für Rollstühle (2+1) und einem Foyer für ca. 50 Personen mit einer Bar verfügen. Das Kino wird komplett barrierefrei zugänglich sein: Aufzug, barrierefreies WC, Plätze für Rollstühle, Induktionsschleifen für Hörgeschädigte in beiden Kinosälen, barrierefreie Beschilderungen und technische Voraussetzungen für Audiodeskription und Untertitel, um für seh- und hörgeschädigte Besucher*innen einen gleichzeitigen Kinobesuch zu ermöglich.

Das Kino wird täglich geöffnet sein – mit einem Vollprogramm inklusive Kindervorstellungen. Regulär sind werktags acht, am Wochenende und an Feiertagen zehn Vorstellungen vorgesehen. Dazu kommen zusätzliche Vorstellungen für Schulkino-Veranstaltungen, Ferienkino und Filmpremieren. Jährlich sind ca. 3.000 Kinovorstellungen mit ca. 40.000 Besucher*innen geplant.

Gezeigt werden aktuelle nationale und internationale, vorrangig europäische Spielfilme, Dokumentarfilme, Klassiker, Kinderfilme, Premieren und Gesprächsrunden mit Regisseur*innen / Referent*innen sowie Filmreihen und Filmfestivals. Es wird Kooperationen mit Dresdner Einrichtungen aus der Film- und Medienbranche geben  (z. B. Deutsches Institut für Animationsfilm, Filmverband Sachsen, Filmfest Dresden, Medienkulturzentrum / SAEK), zu denen bereits langjährige Kontakte bestehen. Einige dieser Institutionen werden auch auf das Gelände des Kraftwerks Mitte ziehen, was die Zusammenarbeit deutlich vereinfacht. Selbstverständlich wird es eine enge Zusammenarbeit mit allen vorhandenen und neu dazu kommenden Nutzern und Einrichtungen auf dem Gelände geben, um gemeinsam den Standort Kraftwerk Mitte zu präsentieren und weiter zu entwickeln.
Darüber hinaus sind ergänzende Veranstaltungen geplant, die sich aus der Beschaffenheit der Räume ergeben (Lesungen, Vorträge) sowie Vermietungen an Vereine oder für Tagungen und kleine Kongresse. In Kooperation mit der im Gebäude ansässigen Gastronomie könnten in den Sommermonaten auf dem Gebäude-Vorplatz gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt werden (z.B. Open-Air-Kino).
Komplettiert wird das Kino mit einer Bar und Sitzmöglichkeiten für die gastronomische Versorgung der Gäste mit einem kinotypischen Sortiment (Getränke, Süßwaren, Snacks, Eis).

Die DREWAG investiert in die Sanierung des Gebäudes Kraftwerk Mitte 16 - Speicher rund 2,4 Mio. Euro. Das Gebäude umfasst etwa 720 Quadratmeter in den 2 Obergeschossen und bietet zusätzlich eine Außenfläche für die Gastronomie.

Zu Historie: Ehemaliges Sozialgebäude
Das ehemalige Sozialgebäude wurde 1895 errichtet. Es fungierte als Schalt- und Transformatorenhaus. 1925 verwandelte es sich in ein „Wohlfahrtsgebäude“ mit Umkleiden, Wasch- und Duschräumen, Bädern und Toiletten. Nach 1945 zogen auch Küche, Speise- und Kultursaal sowie eine Sauna ein.