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Richtfest am Centrum für Tumorerkrankungen an der Uniklinik

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Elf Monate nach der Grundsteinlegung für den Neubau des "Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden" ist am Freitagnachmittag Richtfest gefeiert worden. Bis Ende 2019 entsteht die nach Heidelberg bundesweit zweite Einrichtung, die Krebsforschung und -behandlung unter einem Dach vereint und direkten Austausch ermöglicht.

Der Freistaat investiert 22 Millionen Euro in das Gebäude mit Hightech-Ausstattung, der Bund übernimmt 90 Prozent der jährlichen Betriebskosten von 15 Millionen Euro. Ab 2020 sollen dort 200 Wissenschaftler und Ärzte zusammenarbeiten. Ihnen stehen modernste Laboratorien, Behandlungsräume, Bereiche für Patientenstudien, eine Anlage für Strahlentherapie sowie ein „OP der Zukunft“ zur Verfügung.

"Medizinische Fortschritte müssen zügig dem Patienten dienen", sagte Bärbel Brumme-Bothe vom Bundesforschungsministerium beim Richtfest am Freitag. Zugleich habe die Forschung direkten Zugriff auf Erkenntnisse aus der Behandlung.

Die Einrichtung werde „beste Voraussetzungen für eine patientenorientierte Spitzenforschung und damit weitere Fortschritte bei Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen bieten“, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). „Krebs ist die Krankheit, vor der jeder am meisten Angst hat“, stellte DKFZ-Chef Michael Baumann fest. Die Zahl der Neuerkrankungen werde sich weltweit in den nächsten 10 bis 15 Jahren verdoppeln und in Deutschland um ein Viertel zunehmen - mit steigender Lebenserwartung und sich veränderndem Lifestyle.

Laut Baumann braucht es daher eine neue Strategie, damit Krebs besser behandelbar wird und alle Patienten von den Fortschritten in der Wissenschaft profitieren. Er nannte den Austausch zwischen optimaler Krebsbehandlung und innovativer Krebsforschung für eine auf den Patienten zugeschnittene personalisierte Onkologie. „In Dresden wird wegweisende Forschung auf diesem Gebiet stattfinden.“