Rettet die Kitas! Bündnis fordert Reform und plant Demos
In Sachsen sind immer mehr Kitas von Schließung bedroht. Die Einrichtungen sind nicht mehr ausgelastet, weil es immer weniger Kinder gibt. Stellenabbau, Schließungen, längere Wege für Eltern und Kinder sowie steigende Kosten für Kommunen und Eltern sind die Folge.
Gegen diese Entwicklung macht jetzt ein breites Bündnis mobil und ruft im ganzen Land zu Kundgebungen auf. Am Montag gab es eine Demo in Leipzig, kommende Woche Montag ist eine Protestaktion vor dem Landtag in Dresden geplant. Damit soll eine öffentliche Debatte zur Kita-Landschaft in Sachsen angestoßen werden.
Bündnis fordert Kita-Reform
Die Kitas in Sachsen stehen vor riesigen Herausforderungen. Während durch den Finanzierungsschlüssel im Kita-Gesetz nach wie vor nicht genug Personal für eine kindgerechte Bildung beschäftigt werden kann, müssen mit sinkenden Kinderzahlen immer mehr Stellen abgebaut werden. Die Bildungsgewerkschaft GEW Sachsen fordert zusammen mit dem Bündnis eine Reform der Kita-Finanzierung.
„Obwohl die Kinderzahlen sinken, kämpfen Kitas tagtäglich mit der personellen Unterversorgung“, erklärt Burkhard Naumann, Vorsitzender der GEW Sachsen. „Grund ist die unzureichende Finanzierung im Sächsischen Kita-Gesetz, die Sachsen beim Betreuungsschlüssel im Ländervergleich regelmäßig auf Platz 15 verweist.“
Trotz der hohen Belastung für die Beschäftigten werden nun Stellen abgebaut. Pädagogische Fachkräfte müssen ihren Beschäftigungsumfang reduzieren oder werden bereits gekündigt. „Dabei könnte Sachsen das Ruder jetzt herumreißen und die sinkenden Kinderzahlen für einen besseren Betreuungsschlüssel, mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung und vor allem für die Rettung wenig ausgelasteter Kita-Standorte nutzen. Dafür benötigen wir jetzt eine Kita-Reform! Der Status quo führt zum Rückbau der Kita-Landschaft in Sachsen“, so Naumann weiter.
