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Regen in Dresden so stark wie beim Jahrhunderthochwasser

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Der Starkregen am Sonntag hat viele Dresdner an das Jahrhunderthochwasser erinnert. Jetzt steht fest: die immensen Regenfälle hatten dieselbe Dimension wie 2002.

Laut Umweltamt fielen im Stadtzentrum und im Südosten der Stadt innerhalb weniger Stunden bis zu 100 Liter Regen auf den Quadratmeter. Das entspricht statistisch einem Niederschlag, der normalerweise nur alle hundert Jahre vorkommt.

Heftige Gewitter und Starkregen hatten am Sonntagnachmittag in Dresden für vollgelaufene Keller sowie überflutete Straßen, Unterführungen und Tiefgaragen gesorgt. Die Dresdner Feuerwehr musste mehr als 300 Mal ausrücken. Auch im Keller des Rathauses stand das Wasser. Das Stadtfest musste zeitweise unterbrochen werden und ging am Abend ohne das geplante Feuerwerk zu Ende. Die Niederschlagsmengen waren immens.

Die durch den Starkregen verursachten Schäden werden derzeit noch vor Ort ermittelt. Geschädigte Dresdnerinnen und Dresdner können die Stadtverwaltung dabei unterstützen und unter www.dresden.de/umfrage-starkregen ihre Schäden anonym innerhalb weniger Minuten melden. Wie die Regenfälle zu bewerten sind, kann im Themenstadtplan unter www.stadtplan.dresden.de abgefragt werden.

An den Messstandorten der Stadtentwässerung Dresden wird eingestuft, ob dieser Niederschlag selten oder häufig ist. Die Auswertung wird alle fünf Minuten aktualisiert - auch während es regnet. Bürgerinnen und Bürger können so bereits bei der Entstehung eines Regens einen Eindruck über dessen Gefährlichkeit gewinnen.

Zum anderen kann im Starkregenportal unter www.dresden.de/wawur-3D während des Regens eine Prognose für die nächsten anderthalb Stunden speziell für Dresden eingesehen werden. Diese weist eine höhere Auflösung als die des Deutschen Wetterdienstes auf.