Razzia in Pirna zu Ausschreitungen in Heidenau
Das polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamtes Sachsen hat am frühen Dienstagmorgen die Wohnung einer 20-jährigen Frau in Pirna durchsucht. Das teilte die Polizei per Twitter mit, eine LKA-Sprecherin bestätigte auf Anfrage den Einsatz und nannte weitere Details. Bei dem Einsatz ging es um die Ausschreitungen in Heidenau im Sommer 2015. Der Frau wird besonders schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen.
Vor dem ehemaligen Praktiker-Baumarkt in Heidenau hatte es im August 2015 beim geplanten Bezug durch Asylbewerber schwere Ausschreitungen gegeben, Rechtsextreme hatten Polizisten attackiert. Auch Mitglieder der Gruppe Freital und der Freien Kameradschaft Dresden, die sich gerichtlich verantworten mussten oder aktuell müssen, waren beteiligt. Im Zuge der Verfahren und durch die Auswertung von Videomaterial sind immer wieder weitere Verdächtige ins Visier der Ermittler geraten. Die Verdächtige jetzt sei durch die Auswertung von Videobildern in den Fokus geraten, hieß es.
Wie eine LKA-Sprecherin auf unsere Nachfrage mitteilte, wurden Beweismittel sichergestellt. Die Auswertung läuft, Einzelheiten wurden dazu nicht genannt. Die 20-Jährige wurde festgenommen und wird befragt, teilte die LKA-Sprecherin weiter mit.