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Razzia in Dresden: Haftbefehl gegen Schleuser

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Im Kampf gegen die Schleuserkriminalität hat die Bundespolizei in Dresden zwei Libanesen festgenommen. Der 36-jährige Mann und die 39 Jahre alte Frau sollen seit etwa einem Jahr massenhaft illegale Einreisen nach Deutschland organisiert haben.

15 Fälle werden dem Duo vorgeworfen, knapp 90 Syrer wurden dabei über die Grenze ins Bundesgebiet gebracht. Die Schleuserfahrten führten die Libanesen nicht selbst durch, sie wurden über Polen und Weißrussland eingefädelt. Hierfür sollen beide Beschuldigte gemeinsam einen Schleuserlohn von etwa 130.000 Euro erhalten haben. Der 36-jährige Beschuldigte soll darüber hinaus einen weiteren Schleuserlohn von etwa 260.000 Euro erhalten haben.

Die beiden Beschuldigten wurden in dem Verfahren am 17.09.2024 von der Bundespolizei aufgrund bestehender Haftbefehle in Dresden festgenommen und dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Pirna vorgeführt. Dieser hat die Haftbefehle in Vollzug gesetzt.

Beide Beschuldigte befinden sich nunmehr in Untersuchungshaft. Darüber hinaus wurde in dem Verfahren die gemeinsame Wohnung der Beschuldigten in Dresden durchsucht.