Razzia gegen Schleuserbande im Auftrag der Dresdner Staatsanwaltschaft
Im Kampf gegen Schleuserkriminalität hat die Bundespolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dresden am Dienstag Wohnungen und Geschäftsräume in Nordrhein-Westfalen durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt fünf syrische Staatsangehörige im Alter von 21 bis 40 Jahren
Ihnen wird gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern in mehreren Fällen zur Last gelegt. 41 Menschen sollen im August 2023 unter teils menschenunwürdigen Bedingungen von der Slowakei über Tschechien nach Deutschland transportiert haben. Zwei Beschuldigte wurden festgenommen.
Im zweiten Ermittlungsverfahren liegt dem Beschuldigten laut Staatsanwaltschaft Dresden ebenfalls gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern mit lebensgefährdender Behandlung zur Last. Er war im März.2024 auf Grund eines europäischen Haftbefehls festgenommen worden. Hintergrund ist eine Schleuserfahrt Anfang August 2023, bei welcher der irakische Fahrer des Schleuserfahrzeugs nach der Einreise bei Altenberg festgenommen und im Dezember 2023 zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung, verurteilt wurde.
Bei den Wohnungsdurchsuchungen konnten verfahrensrelevante Beweismittel durch die Bundespolizei sichergestellt werden. Die Ermittlungen der Bundespolizeidirektion Berggießhübel und der Staatsanwaltschaft Dresden dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
90 Bundespolizisten waren im Einsatz.
