- Qualm dringt aus einer Wohnung
Brand mit Verpuffung in Löbtau: Viele Verletzte
Am Sonntagnachmittag wurde die Feuerwehr Dresden zu einem Brand mit Verpuffung auf der Bramschstraße im Stadtteil Löbtau alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, befanden sich bereits Bewohner vor dem Gebäude. Aus einem Fenster im ersten Obergeschoss drang dichter schwarzer Rauch.
Feuerwehr im Großeinsatz
Da bereits zu diesem Zeitpunkt mehrere verletzte Personen bekannt waren, wurden über die Integrierte Regionalleitstelle umgehend weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Zwei Trupps gingen unter Verwendung von Atemschutzgeräten und mit Strahlrohren zur Brandbekämpfung in die betroffene Wohnung vor. Diese war vollständig verraucht, ein Zimmer stand im Vollbrand.
Aufgrund der Lage entschied die Einsatzleitung, mehrere Einsatzabschnitte zu bilden. Während ein Teil der Einsatzkräfte die Brandbekämpfung übernahm, kontrollierten weitere Kräfte die angrenzenden Wohneinheiten. Da sich der Brandrauch auch in die umliegenden Bereiche ausgebreitet hatte, mussten diese auf eine mögliche Gefährdung überprüft werden.
Mehrere Schwerverletzte
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der medizinischen Versorgung der Verletzten. Der Rettungsdienst untersuchte und versorgte die
betroffenen Personen vor Ort. Für den Transport der Schwerverletzten in umliegende Krankenhäuser kamen Rettungswagen und zwei Rettungshubschrauber zum Einsatz. Insgesamt wurden neun Personen verletzt, vier davon schwer.
Bei den Schwerverletzten handelte es sich um zwei männliche Patienten im Alter von 40 und sechs Jahren sowie zwei weibliche Patienten im Alter von 29 und sechs Jahren. Sie erlitten Brandverletzungen. Fünf weitere Personen, darunter ein 40-jähriger Mann, drei Kinder im Alter von sieben, vier und einem Jahr sowie eine 37-jährige Frau, zeigten Symptome einer Rauchgasvergiftung. Sie wurden vor Ort medizinisch untersucht und behandelt.
Brandursache noch völlig unklar
Im weiteren Einsatzverlauf konnten die Feuerwehrkräfte den Brand löschen. Anschließend wurden sämtliche Wohneinheiten kontrolliert. Die
Kontrolle ergab keine weiteren betroffenen Personen. Die Brandwohnung ist aufgrund der entstandenen Schäden nicht mehr bewohnbar. Zur Beurteilung der baulichen Situation wurde ein Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) hinzugezogen. Die Ursache des Brandes sowie die näheren Umstände des Ereignisses sind Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.



