Randale beim Dynamo-Aufstiegsspiel: 231 Tatverdächtige identifiziert
Ein halbes Jahr nach den Ausschreitungen beim Dynamo-Aufstiegsspiel zieht die Soko Hauptallee eine Zwischenbilanz. Die Ermittler konnten vor allem durch Videomaterial der Randale rund um das Rudolf-Harbig-Stadion mehr als 600 Tatverdächtige ausfindig machen. 236 von ihnen wurden bislang zweifelsfrei identifiziert. Gegen alle Tatverdächtigen wird wegen schweren Landfriedensbruchs und weiterer Straftaten ermittelt.
Der Großteil von ihnen stammt aus Dresden und Umgebung. Es handelt sich bis auf fünf Frauen um Männer im Alter zwischen 15 und 69 Jahren, sagte uns der Leiter der Soko Enrico Lange. Bis auf einen Kirgisen haben alle die deutsche Staatsangehörigkeit. Vor allem durch die Öffentlichkeitsfahndung mit Plakaten konnten die Tatverdächtigen identifiziert werden.
Bei 103 Personen wurde von der Polizei angeregt, dass diese ein Stadionverbot erhalten. Eine endgültige Entscheidung trifft der Verein.
Nach weiteren Tätern wird gefahndet
Die Soko Hauptallee wurde einen Tag nach den Krawallen gebildet. In der Spitze waren um die 50 Ermittler tätig, derzeit sind es 44. In den bislang vier Plakaten zur Öffentlichkeitsfahndung wurde bislang nach 80 Tätern gesucht, 67 von ihnen wurden identifiziert. Solange es noch Unbekannte gibt, so der Soko-Leiter Lange, wird es weitere Fahndungen geben.
Ein halbes Jahr nach dem Einsatz #dd1605 in #Dresden zieht die #SokoHauptallee Zwischenbilanz: Mittlerweile konnten mehr als 600 Gewalttäter ausgemacht und 236 von ihnen zweifelsfrei identifiziert werden. Auch dank Hinweisen aus der Bevölkerung https://t.co/fr20G1HumQ. pic.twitter.com/q14uXx9GhW
— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen) November 15, 2021