Radwegenetz in Dresden wird weiter ausgebaut
Bei uns in Dresden sind immer mehr Radfahrer unterwegs. So überqueren täglich fast 36.000 Radler die Elbbrücken. Wie die Stadt mitteilte, habe sich die Anzahl der Radfahrer in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain sieht einen Grund für den Anstieg darin, dass immer mehr Menschen umweltschonender unterwegs sein wollen. Der öffentliche Nahverkehr komme aber zunehmend an seine Grenzen. In diesem Jahr plant die Stadt rund drei Kilometer neue Radwege. Unter anderem wird von April bis Mai am Güntzplatz eine neue Straßenüberquerung gebaut. Auch der lange geplante Elberadweg von der Flügelwegbrücke Richtung Altkaditz kann gebaut werden, ein entsprechender Planfeststellungsbeschluss liegt vor. Einen genauen Zeitplan gäbe es aber noch nicht.
"Wir haben jetzt hier nicht mit einem spitzen Bleistift zusammengerechnet, wieviel Meter das am Ende sind, aber so 2,5 bis 3 km Radverkehrsanlagen kriegen wir dieses Jahr dazu." - Raoul Schmidt-Lamontain/Baubürgermeister
Ab dem Sommer soll es auch am Körnerweg weiter gehen. Dort ist ein ganz spezieller Sandstein verbaut. Rund 700 Meter müssen dort denkmalgetreu ersetzt werden. Im verganene Jahr konnten davon bereits rund 120 Meter rekonstruiert werden. Ein Provisorium aus einen speziellen Flies und einer Asphaltdecke soll nun den restlichen Abschnitt befahrbar machen. Bisher sei die Strecke laut Schmidt-Lamontain eine ganzschöne Holperstrecke. In den kommenden zwei bis drei Jahren soll der Asphalt dann wieder frischen neuen Sandsteinen weichen. Die Sandsteinstrecke soll dann wieder bis zum Körnerplatz führen.
"Im nächsten Jahr soll auch das Blaue Wunder umgebaut werden. Wir möchten den Radfahrern die Alternative geben, auch rechtselbisch Richtung Innenstadt zu fahren." - Raoul Schmidt-Lamontain/Baubürgermeister
Im Sommer sollen neue Radverkehrsanlagen an der Bautzner Straße zwischen Albertplatz und Hoyerswerdaer Straße entstehen. Auch eine Querung von der Glacisstraße zur Alaunstraße ist geplant. Ende Juli will man hier fertig sein.
In Anschluss steht in Leubnitz-Neuostra der Ausbau des Radweges zwischen der Dohnaer Straße und dem Otto-Dix Ring an. Ab dem Spätsommer soll zum Beispiel noch an der Marienstraße, Winterbergstraße und der Wernerstraße gebaut werden.
Außerdem sind in diesem Jahr weitere Parkmöglichkeiten für Räder geplant. Fast 400 Fahrradabstellanlagen sollen im gesamten Stadtgebiet entstehen.
Schmidt-Lamontain hält auch weiterhin an den Plänen für ein Fahrradparkhaus am Bahnhof fest. Bis Ende Februar laufen die Ausschreibungen für den geplanten Busbahnhof. Danach würden die Vorschläge geprüft. Wenn es nach ihm ginge, würde mit dem Projekt Busbahnhof auch das Fahrradparkhaus realisiert werden. Sollte sich kein Anbieter finden, der das Gemeinschaftsprojekt umsetzt, solle das Fahrradparkhaus trotzdem entstehen.