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Radweg statt Autospur: Neuer Verkehrsversuch auf der Kesselsdorfer

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Dresden blickt gespannt auf den neuen Verkehrsversuch in Löbtau, der am Montag startet. Auf der Kesselsdorfer Straße fällt eine Autospur zugunsten eines Radweges weg. Das betrifft den Bereich in stadtauswärtiger Richtung zwischen der Reisewitzer Straße und der Rudolf-Renner-Straße.

Autos nutzen dann gemeinsam mit den Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) eine gemeinsame Spur. Zudem wird der Bereich in der Haltestelle „Bünaustraße“, also zwischen Bünaustraße und Wernerstraße, für den Autoverkehr stadtauswärts gesperrt. Der Versuch soll zunächst bis zum 6. Oktober andauern.

Ziel sei es, dass es für Radfahrer, aber auch Fußgänger mehr Sicherheit gibt. Zudem soll die Geschäftsstraße attraktiver für Besucher werden, da der Fußweg nun mehr Platz für Passanten bietet.

Könnte der Versuch abgebrochen werden?

Wie uns Jens Uwe Schade vom Stadtplanungsamt sagte, wurde sich der Versuchsbereich bereits vor dem Start genauestens angeschaut. Sollte sich herausstellen, dass der ÖPNV sowie Autoverkehr ausgebremst werden, wäre ein Abbruch denkbar - wie es auch beim Blauen Wunder der Fall war. Im Fokus liegt aber nicht nur der Stau, sondern, ob sich eventuell mehr Unfälle ereignen. 

Die Stadt investierte rund 100.000 Euro für den Versuch. Am 6. Oktober werden die Markierungen sowie Beschilderungen wieder entfernt und auch die Ampelregelungen wieder zum vorherigen Zustand zurückgesetzt.

Langfristig soll die Kesselsdorfer Straße komplett ausgebaut werden. Der Versuch liefert also wichtige Erkenntnisse, die in die Planungen mit einfließen. Weitere Informationen zur Umgestaltung der Kesselsdorfer Straße: www.dresden.de/kesselsdorfer.

Einen Überblick über Verkehrsversuche von der Stadt Dresden gibt es in unserem Artikel: "Verkehrsversuche in Dresden: Welche liefen gut, welche folgen?".