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Pumpspeicherwerk Niederwartha bleibt vom Netz

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Das Pumpspeicherwerk Niederwartha bleibt stillgelegt. Bei der Dresdner Energieinfrastruktur werde es künftig keine Rolle mehr spielen, teilte Sachsen Energie nach einer Expertenanhörung mit. Eine Wiederaufnahme des Betriebs als Stromspeicher sei wirtschaftlich unverantwortlich und in einem hohen Maße ineffizient, heißt es zur Begründung. 

In den vergangenen Jahren hatte Sachsen Energie alle in Frage kommenden Optionen für die betriebliche Nachnutzung des Speichers von Vattenfall bereits intensiv geprüft. Dazu gehörten eine mögliche Sanierung der Anlagentechnik und der Bauwerke sowie die Prüfung der beiden Optionen Instandsetzung oder Neubau. Unter Beachtung des Denkmalschutzes müssten über 245 Millionen Euro aufgebracht werden für einen vergleichsweise ineffizienten Speicher mit geringem Wirkungsgrad. 

Ebenso bestätigten die Fachexperten aus Wissenschaft und Wirtschaft, dass moderne Batteriespeicher technisch grundsätzlich für die Speicherung des Stroms aus erneuerbaren Quellen besser geeignet sind.  

Die Stadt Dresden bemüht sich unterdessen um den langfristigen Erhalt des Stauseebads Cossebaude. Darauf werde man nun den Fokus legen, erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Das Pumpspeicherwerk des Energiekonzerns Vattenfall wurde 2023 stillgelegt.