Prozessauftakt gegen skrupellosen Schleuser
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Ein mutmaßlicher Schleuser muss sich ab Dienstag vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Der Mann soll im August 81 Menschen mit einem Lkw von Ungarn nach Sachsen gebracht haben. Die Flüchtlinge, darunter auch zahlreiche Säuglinge und Kleinkinder, waren in dem Klein-Lkw so eingepfercht, dass sie auf der Fahrt durch Tschechien teilweise stehen mussten. Nur durch wenige Bohrlöcher und einen Schlitz in der Decke konnte frische Luft in den Container kommen. Für die 81 Menschen waren gerade mal 18 Flaschen Wasser an Bord. Auch auf die Toilette durften sie nicht gehen. Geschnappt wurde der bulgarische Lkw-Fahrer nach einem Tipp aus der Bevölkerung. Er hatte die Flüchtlinge zuvor im Raum Geising ausgesetzt.