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Prozess um toten Säugling: Vater bestreitet Wissen um Schwangerschaft

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Im Prozess zum Tod eines Säuglings im sächsischen Wilkau-Haßlau hat der Vater des Kindes jegliches Wissen über die Schwangerschaft seiner damaligen Partnerin bestritten. Die 33 Jahre alte Frau ist wegen Totschlags durch Unterlassen angeklagt. Ihr wird vorgeworfen, ein Anfang August 2016 geborenes Baby nicht versorgt und den Leichnam auf einer Wiese abgelegt zu haben. Dort war das Baby erst im Juni 2017 gefunden worden. Er habe auch bei einem Urlaub mit seiner Partnerin im Jahr 2016 mit Wanderungen in den österreichischen Bergen nichts Auffälliges bemerkt, sagte der 35-Jährige am Freitag bei der Verhandlung am Landgericht Zwickau. Auch die Schwangerschaft seiner ehemaligen Lebensgefährtin zwei Jahre zuvor habe er nicht bemerkt, sagte der Mann. „Ich habe das nicht mitbekommen.“ Er tritt in dem Prozess als Nebenkläger auf. „Ich möchte, dass es ein gerechtes Urteil gibt“, sagte er. Die Angeklagte und ihr ehemaliger Lebensgefährte haben zusammen mehrere Kinder. Die ältesten drei leben jetzt beim Vater. Das vierte Kind hatte die Mutter 2014 heimlich in einer Klinik zur Welt gebracht und zur Adoption freigegeben. (dpa)