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Prozess um Brandleiche: Angeklagter gesteht Verbrechen

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Im Mordpro­zess um die Brand­leiche von Lauen­hain hat der Angeklagte ein Teilge­ständnis abgelegt. Zu Verhand­lungs­be­ginn am Donnerstag im voll besetzten Saal des Landge­richts gab Patrick R. zu, die junge Frau mit einem Schlüs­sel­band gewürgt zu haben, als sie sich seinen sexuellen Annähe­rungs­ver­su­chen wider­setzte. Erst bei sich zu Hause habe er den Tod der 23-Jährigen festge­stellt. Das bezwei­felt die Staats­an­walt­schaft. Sie geht zudem davon aus, dass der 27-Jährige vorsätz­lich tötete, um an sein Ziel zu gelangen. Weiterhin sagte der Beschul­digte aus, dass er sein totes Opfer missbrauchte und die Leiche später anzün­dete.

"Hey, hast Du Lust auf einen One Night Stand?„ Mit diesen Worten hatte der Angeklagte nach eigener Aussage Susann P. in den Morgen­stunden des 12. Februar am Platz der Völker­freund­schaft angespro­chen. Zuvor sei er nach einem Disko­be­such ziellos umher­ge­fahren. Als die hübsche Physio­the­ra­peutin ihn abwies und beim Weiter­gehen anrem­pelte, sei er wütend geworden. Er habe sie zu Boden geworfen und gewürgt. Die Staats­an­walt­schaft geht darüber hinaus davon aus, dass sich Patrick R. noch am Tatort über sie herma­chen wollte.

Die regungs- und vermut­lich schon leblose Frau setzte der gelernte Gebäu­de­rei­niger neben sich ins Auto. Er fuhr nach Hause, wusch sie und verging sich an ihr. An die Stunden danach habe er kaum Erinne­rungen. Schlie­ß­lich brachte er die Tote – in Bettwä­sche gehüllt – an einen abgele­genen Ort, ein Waldstück bei Crimmit­schau, und zündete sie an.

An der halb verkohlten Leiche sicherten Ermittler Spuren des mutma­ß­li­chen Täters. Weil Patrick R. nach früheren Straf­taten in der bundes­weiten DNA-Daten­bank erfasst war, konnte er ermit­telt und festge­nommen werden.

Acht Verhand­lungs­tage sind angesetzt. Im Falle einer Verur­tei­lung droht dem Mann eine lebens­lange Haftstrafe.