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Prozess gegen mutmaßlichen Serienräuber von Pirna

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Der mutma­ß­liche Serien­räuber von Pirna steht seit Donnerstag vor dem Dresdner Landge­richt. Der 69-Jährige soll von August bis Dezember 2016 vier Geschäfte in der Pirnaer Innen­stadt überfallen haben. Dabei bedrohte er laut Anklage die Verkäu­fe­rinnen mit einer Pistole oder einem Messer. Die Beute: insge­samt rund 2.500 Euro. In einem Fall sperrte er einen Angestellten ein. Zum Auftakt des Prozesses legte der Angeklagte Senior ein Geständnis ab und räumte die Taten pauschal ein, er könne sich aber nicht an Details erinnern. Er gab eine begin­nende Alters­de­menz und Unter­zu­cke­rung als Begrün­dung an.Für das Gericht sei ein pauschales Geständnis nicht verwertbar, teilte ein Gerichts­spre­cher mit. Deswegen ist auch ein anfäng­lich geplanter Deal, wonach der Mann maximal sieben­ein­halb Jahre Haft für ein Geständnis erhält, hinfällig. Der Prozess wird nun am 3. Juli fortge­setzt.Der Beschul­digte war Ende Dezember in Pirna geschnappt worden. Ein Polizist erkannte den Verdäch­tigen und forderte ihn auf sich auszu­weisen. Anschlie­ßend wurde er festge­nommen. Der 69-Jährige soll zudem mindes­tens drei Wohnungen unter falschen Adels­namen angemietet und keine Miete gezahlt haben. Außerdem war der mutma­ß­liche Täter bereits 1990 wegen mehrfa­chen schweren Raubes zu einer Freiheits­strafe von elf Jahren und sechs Monaten verur­teilt wurde. Bis August sind zunächst sieben Verhand­lungs­tage angesetzt, durch das Geständnis könnte sich der Prozess aller­dings verkürzen.