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Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der „Freien Kameradschaft Dresden“

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Im Landge­richt Dresden sitzen seit Freitag zwei mutma­ß­liche Mitglieder der rechts­ex­tremen Freien Kamerad­schaft Dresden auf der Ankla­ge­bank. Sie sollen mehrfach Flücht­linge angegriffen und verprü­gelt haben. Den 19- und 27-Jährigen werden unter anderem Mitglied­schaft in einer krimi­nellen Verei­ni­gung und Körper­ver­let­zung vorge­worfen. Laut Anklage waren die beiden Männer an den gewalt­tä­tigen Krawallen vor dem als Asylun­ter­kunft umfunk­tio­nierten ehema­ligen "Praktiker" im August 2015 in Heidenau betei­ligt. Beim Dresdner Stadt­fest sollen sie regel­recht Jagd auf Ausländer gemacht und mehrere Jesiden auf den Elbwiesen verprü­gelt haben. Zum Auftakt wurde bekannt, dass beide Angeklagte mit Haftstrafen von drei bis vier Jahren bei Geständnis rechnen können. Die Vertei­di­gung kündigte entspre­chende Einlas­sungen an. Für die Befra­gung des jüngeren Angeklagten wurde die Öffent­lich­keit ausge­schlossen, da für ihn Jugend­straf­recht gilt.  Die beiden Männer hatten schon im Zuge des Ermitt­lungs­ver­fah­rens Angaben zu den Taten gemacht.