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Prozess gegen mutmaßliche Automatenknacker

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Sie sollen in fünf Monaten 215 000 Euro Schaden bei Beute­zügen verur­sacht haben: Am Landge­richt Dresden hat am Dienstag ein Prozess gegen vier Männer wegen schweren Einbruchs­dieb­stahls begonnen. Laut Anklage haben die 34- bis 39-Jährigen zwischen Januar und Mai in Dresden und Umgebung rund 70 Zigaretten- und Parkschein­au­to­maten aufge­bro­chen. Neben Bargeld erbeu­teten sie demnach Zigaretten und verkauften sie weiter, um ihre Drogen­sucht zu finan­zieren und Schulden zu beglei­chen. Aus dem Liefer­wagen eines Automa­ten­auf­stel­lers sollen sie zudem die Schlüssel Dutzender Zigaret­ten­au­to­maten samt Liefer­listen erbeutet haben.  Drei Beschul­digte waren von der Polizei erstappt und festge­nommen worden, zwei Männer sind in Unter­su­chungs­haft. Die Bande hatte insge­samt neun Mitglieder. Gegen weitere drei Männer und eine Frau wird ebenfalls ermit­telt, ein Tatver­däch­tiger ist inzwi­schen gestorben. Der Wert der Beute wird mit gut 40 000 Euro, der Sachschaden mit rund 175 000 Euro bezif­fert. Die Angeklagten hatten zum Teil schon im Ermitt­lungs­ver­fahren gestanden. Für den Prozess sind insge­samt neun Verhand­lungs­tage bis Ende Januar 2016 geplant.