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Proteste vor Hotel in Laubegast

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Unter dem Motto "Laube­gast sagt Nö" haben am Diens­tag­abend bis zu 300 Menschen vor dem Hotel "Prinz Eugen" demons­triert. Sie sind gegen die Unter­brin­gung von Flücht­lingen an der Gustav-Hartmann-Straße. Die Polizei war mit einem Einsatz­wagen und zwei Kollegen vor Ort. Ein 18-Jähriger, der offenbar als 'links' identi­fi­ziert wurde, ist bei der Demons­tra­tion angegriffen worden. Er sei in den Schwitz­kasten genommen und geschlagen worden, teilte eine Polizei­spre­cherin mit. Ermit­telt wird wegen Körper­ver­let­zung.Die Stadt hatte die Kaufpläne für das "Prinz Eugen" jetzt bestä­tigt. Über drei Millionen Euro soll das Hotel angeb­lich kosten. Zum Kaufpreis wurde Still­schweigen verein­bart, hieß es dazu von der Stadt. Die Verwal­tung will das Gebäude langfristig für Sozial­woh­nungen nutzen. Größere Umbauten seien dazu nicht notwendig. Zum Jahres­ende sollen 115 Asylbe­werber im Hotel Prinz Eugen einziehen. Anwohner protes­tieren bereits seit Monaten gegen das Projekt, im Januar wurden die Pläne deshalb zunächst auf Eis gelegt.