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Protest-Camp in Übigau geräumt

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Die Stadt Dresden hat das Protest­camp in Übigau geräumt. Am Donners­tag­morgen ist die Polizei auf der Thäter­straße angerückt. Man sei um Amtshilfe gebeten worden, teilte ein Polizei­spre­cher mit. Sechs Blockierer wurden von Beamten wegge­tragen, teilte Sprecher Thomas Geithner mit.Wie Heike Großmann, Presse­spre­cherin der Stadt am Morgen mitteilte, ist die Räumung erfolgt. Es sei sehr fried­lich abgelaufen. Die Turnhalle wird ab sofort für den Bezug vorbe­reitet. Bereits gegen 10.40 Uhr ist die Halle mit 40 Flücht­lingen belegt worden.100 Beamte im EinsatzPolizei­spre­cher Geithner sagte, die Räumung sei fried­lich verlaufen und war nach wenigen Minuten erledigt. Etwa 100 Beamte seien im Umfeld der Halle präsent, um auch ein mögli­ches Versamm­lungs­ge­schehen abzusi­chern. Der Pavillon am Eingang der Halle könne stehen bleiben, die Blockierer hatten sich vor einen anderen Eingang des Geländes gesetzt. Dieser wurde nun für den Bezug der Flücht­linge genutzt.Erste Flücht­linge angekommenDie Stadt will in der Turnhalle in Übigau maximal bis zu 59 Flücht­linge unter­bringen. Am Vormittag sind die ersten Klein­busse mit Asylbe­wer­bern angekommen. 40 Menschen sind angekommen, dabei soll es zunächst bleiben.Seit knapp drei Wochen haben Anwohner vor der Halle campiert, sie protes­tieren gegen die Unter­brin­gung von flücht­lingen in der Turnhalle.Wie sz-online berichtete, hatten sich am Morgen über zwanzig Mitglieder der Bürger-Initiative „Wir sind Übigau“ vor ihrem Zelt versammelt. Weitere Aktivisten aus der Gruppe wurden zum Hintereingang der Halle delegiert, um dort eine Sitzblockade zu veranstalten, hieß es. (Redak­tio­neller Hinweis: der Artikel wird fortlau­fend durch neue Infor­ma­tionen aus Übigau ergänzt.)