Projekt „Stadtbahn 2020“ kommt im Sommer ein Stück voran
Das Projekt "Stadtbahn 2020" kommt im Sommer einen entscheidenden Schritt voran. "Dann sollen beim Freistaat die Planfeststellungsunterlagen für den Neubau der Nossener Brücke und die Straßenbahn auf der Nürnberger Straße eingereicht werden", sagte uns SPD-Stadtrat Hendrik Stalmann-Fischer. Das hat am Montag das erste Treffen der zuständigen Lenkungsgruppe ergeben. Diese besteht unter anderem aus Experten der Verkehrsbetriebe, der zuständigen Ämter und des Stadtrates. Das nächste Treffen ist für April geplant.Das Projekt "Stadtbahn 2020" ist eine neue Straßenbahnlinie von Löbtau übers Unigelände nach Strehlen. Wann die Arbeiten an der Nossener Brücke und der Nürnberger Straße beginnen können, ist noch unklar. Allein das Planfeststellungsverfahren dauert möglicherweise etwa zwei Jahre. Zudem muss die Deutsche Bahn wegen des Neubaus an der Nossener Brücke Sperrungen vornehmen, da Schienen unter der Brücke verlaufen. Laut Stalmann-Fischer muss die Bahn drei Jahre vorher über die Sperrungen informiert werden. Hier können Sie die Info von SPD und Grünen nachlesen:Erste Tagung der Lenkungsgruppe Stadtbahn 2020
Konstruktive Gespräche weisen Weg in die Zukunft
Der am 13. Juni 2018 vom Bauausschuss beschlossene Antrag von SPD und Grünen, dass von verschiedensten Verzögerungen geplagte Projekt Stadtbahn 2020 zu priorisieren und zu beschleunigen, hat gestern zu einer ersten Sitzung der geforderten Lenkungsgruppe geführt.
Auf dieser wurden Auskünfte zu den Planungs- und Umsetzungsständen entlang der einzelnen Projekte gegeben. In der Lenkungsgruppe treten von nun an in regelmäßigen Abständen die beteiligten Ämter, die Dresdner Verkehrsbetriebe, Mitglieder der Stadtratsfraktionen und eingeladene Experten zusammen.
Hauptsächlich wurde über die sogenannte „Unilinie“ von der Kesselsdorfer Straße über die TU Dresden und Wasaplatz zum Haltepunkt Strehlen gesprochen. Neben einem kurzen Sachstand zu den aktuellen Baumaßnahmen an der Oskarstraße und an der Kesselsdorfer Straße wurden die Planungen und Zeitabläufe der Straßenbahnlinie über die Nossener Brücke und Nürnberger Straße zur Technischen Universität ausführlich erläutert. Hierzu erklärt Hendrik Stalmann-Fischer, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:
„Wir sind froh, dass die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen zum Neubau der Nossener Brücke und zur Straßenbahn auf der Nürnberger Straße beim Freistaat im Sommer nun endlich absehbar ist. Insgesamt erreicht die Lenkungsgruppe ihr Ziel, in konstruktiver Arbeitsatmosphäre Probleme und internen Abstimmungsbedarf zwischen allen beteiligten Ämtern, DVB und Politik zu klären ohne ein halbes Jahr lang mit Ratsvorlagen durch Ausschüsse laufen zu müssen. Jetzt geht es um den Blick nach vorne: Unilinie absichern, Linie 5 nach Johannstadt vorantreiben, den gordischen Knoten am Ullersdorfer Platz zerschlagen.“
Johannes Lichdi, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ergänzt:
„Sehr positiv nehme ich das geplante Bürgerbeteiligungskonzept bei der geplanten Linie 5 zwischen Johannstadt und Plauen zur Kenntnis. Die Bürgerinnen und Bürger sollen nicht erst zum Stadtratsbeschluss, sondern bereits in der Variantenentwicklung beteiligt werden. Gleichzeitig muss der Stadtrat weiterhin deutlich machen, dass das Projekt 2020 für Dresden wichtig ist und hohe Priorität hat. Durch die Termine der Lenkungsgruppe werden klare Planungsetappen gesteckt und die Verbindlichkeit der Absprachen erhöht.“