Problemwolf in der Lausitz wird getötet
Der Problemwolf von Teicha (bei Rietschen) wird erschossen. Das Umweltministerium gab dafür eine Ausnahmegenehmigung. Im Behördendeutsch heißt das:"Im Landkreis Görlitz soll ein Wolf aus der Natur entnommen werden." Der Wolf "Pumpak" hatte sich in den letzten Wochen auffällig verhalten. Das betreffende Tier war in den vergangenen Monaten immer wieder in Siedlungsbereichen des Landkreises Görlitz aufgetaucht und hatte nach Futter gesucht, teilte das Ministerium mit. Durch genetische Untersuchungen von gefundenen Haaren konnte die Identität des Wolfes ermittelt werden. Es handelt sich um einen knapp zweijährigen Wolfsrüden, der aus dem polnischen „Ruszow-Rudel“ stammt, dessen Territorium sich direkt angrenzend an Sachsen etwa auf der Höhe von Rothenburg/O.L. befindet. Durch den Informationsaustausch mit polnischen Wissenschaftlern wurde bekannt, dass das Tier bereits als Welpe von Menschen gefüttert worden war. Durch den genetischen Abgleich wurde zudem nachgewiesen, dass es sich um denselben Wolf handelt, der Anfang Juni 2016 dabei beobachtet wurde, wie er von einem Grundstück das abgezogene Fell eines dort gerade zerlegten Wildschweins in das angrenzende Waldstück zerrte. Wegen des auffälligen Verhaltens des Wolfes besteht die Gefahr einer weiteren Eskalation, hieß es. Die Sicherheit von Menschen hat Vorrang vor dem Artenschutz. Daher ist in diesem speziellen Fall eine Entnahme gerechtfertigt, heißt es aus dem Ministerium. Heißt konkret: der Problemwolf darf erschossen werden.